Aktuelle Meldungen

HabilitationsarbeitenBasierend auf einer Umfrage an alle Mitglieder der DGNI wurden in diesem und im letzten Jahr mehrere Promotions- und Habilitationsarbeiten auf dem Gebiet der NeuroIntensivmedizin angefertigt.

Führend sind Studien auf dem Gebiet des ischämischen Schlaganfalls, wie z.B. Stentgestützte Thrombektomie versus iv-Lyse bei Hirnfarkten durch Verschlüsse proximaler Hirnarterien von Dr. Dominic Grande (Celle), Thrombolyseentscheidungen bei neuen oralen Antikoagulantien, Telemedizin-Projekt Auswertungen der systemischen Thrombolyse der zerebrovaskulären Arbeitsgruppe des Universitätsklinikums Dresden, tierexperimentielle Arbeiten zur Dysfunktion der Blut-Hirn-Schranke bei Ischämien von PD Dr. Dominik Michalski (Leipzig).

Prof. Dr. Jürgen MeixensbergerProf. Dr. Jürgen Meixensberger ist neuer Präsident der Deutschen Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin (DGNI). Bis Ende 2017 wird der Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie am Universitätsklinikum Leipzig die Geschäfte der wissenschaftlichen Fachgesellschaft leiten. In einem Kurzinterview gibt er Einblick in seine Pläne.

Prof. Meixensberger, was werden Ihre Arbeitsschwerpunkte als neuer Präsident der DGNI sein? Haben Sie konkrete Ziele?

Ich möchte vor allem inhaltliche Punkte im Hinblick auf die neurospezifische Intensiv- und Notfallmedizin angehen. Besonderer Schwerpunkt soll die Vernetzung klinischer Forschung sowie das Thema Weiterbildung sein. Hier gilt es natürlich an bereits laufende Aktivitäten, wie die IGNITE Summer School NeuroIntensivmedizin, anzuknüpfen. Solche Angebote sind enorm wichtig und aus meiner Sicht zielführend, um neueste Entwicklungen im Fachgebiet zu vermitteln, Diagnostik- und Therapieverfahren fundiert zu diskutieren und letztlich in die Kliniken zu bringen. Und natürlich ist so eine Summerschool auch ein wunderbares Instrument, um neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen. Und das ist enorm wichtig: Der Nachwuchs ist die Zukunft der DGNI!

August 2012 – Erklärung der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie, der Deutschen Gesellschaft für Neurologie und der Deutschen Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin zur Todesfeststellung mittels neurologischer Kriterien (Hirntod)

Sachlich unzutreffende Äußerungen zur Todesfeststellung durch den Nachweis des endgültigen, nicht behebbaren Ausfalls der Gesamtfunktion des Gehirns (Hirntod) können die Bevölkerung verunsichern und ihr Vertrauen zu den Ärzten beeinträchtigen. Deshalb bekräftigen wir hiermit die „Erklärung Deutscher Wissenschaftlicher Gesellschaften zum Tod durch völligen und endgültigen Hirnausfall“ 1994:

1. Der nachgewiesene vollständige und unumkehrbare Ausfall der Hirnfunktionen bedeutet auch bei intensivmedizinisch aufrechterhaltener Herz-Kreislauf-Funktion ein wissenschaftlich belegtes sicheres Todeszeichen. Diesbezüglich geäußerte Bedenken und Zweifel halten einer wissenschaftlichen Überprüfung nicht stand.

Unterkategorien

Fünf Fachgesellschaften, die ebenfalls Gebiete und Aufgaben innerhalb des Fachgebietes NeuroIntensivmedizin vertreten, bezeichnet die DGNI als Nachbargesellschaften. Untereinander stehen diese Fachgesellschaften in gutem Kontakt, entsenden Mitglieder in gemeinsame Arbeitsgruppen oder führen gemeinsam Veranstaltungen durch.