Pressemeldungen

Prof. Dr. Oliver SakowitzVom 20. – 22. Januar 2022 findet die ANIM 2022 in der inneren Metropolregion Stuttgart statt, interdisziplinär und berufsgruppenübergreifend in der württembergischen Residenzstadt Ludwigsburg. Kongresspräsident Prof. Dr. med. Oliver Sakowitz, Ludwigsburg, betont die ungebrochene Relevanz der 39. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin (DGNI) und der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG). Als Bindeglied zwischen Forschung und Praxis der neuromedizinischen Fachrichtungen sowie dem Pflege- und Therapiebereich stehe die ANIM 2022 in einer besonderen Verantwortung. Auch hier habe die Covid19-Pandemie gezeigt, welch entscheidende Bedeutung die unmittelbaren Auswirkungen neuer Erkenntnisse von Forschung und Wissenschaft auf die klinische Praxis haben können.

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16.September 2021 – Vor wenigen Stundenerschien im „The New England Journal of Medicine“ eine wegweisende Arbeit [1] der Charité-Universitätsmedizin, der Universitätsmedizin Greifswald und des IGNITE-Netzwerks*. Darin wird eine Fallserie berichtet, in der sich Betroffene nach Impfung mit dem AstraZeneca-Vakzinwegen heftiger Kopfschmerzen vorstellten und alle Laborkriterien einer Vakzin-induzierten thrombotischen Thrombopenie (VITT) erfüllten, ohne dass jedoch die gefürchteten Hirn- oder Sinusvenenthrombosen vorlagen. Durch eine frühzeitige, konsequente Behandlung konnten bei der Mehrzahl thrombotische Ereignisse verhindert werden. Offensichtlich bietet das „Prä-VITT-Syndrom“ ein therapeutisches Fenster, um den gefürchteten Impffolgen wie Sinus- und Hirnvenenthrombosen effektiv entgegenzuwirken.

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Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde der NeuroIntensivmedizin,

bis Ende Juli 2021 hat die COVID-19-Pandemie in Deutschland über 3,76 Millionen Erkrankte verursacht, davon sind 3,65 Millionen genesen, etwa 20.000 sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch betroffen und über 90.000 mit dem Virus infizierte Patienten haben wir nach drei Wellen erhöhter Inzidenz zu betrauern.
Der „Lockdown“ wurde zur wirksamsten Maßnahme der gesundheitspolitischen Steuerung zur Entschleunigung der Pandemie und Entlastung der Kliniken und Intensivstationen. Impf- und Teststrategien wurden entwickelt. Wenngleich oft stockend, ist es diesem Vorgehen vermutlich zu verdanken, dass die Zahlen nicht viel drastischer ausfielen, wie anderswo in der Welt mit insgesamt über 190 Millionen Erkrankungsfällen, 4 Millionen Todesfällen, von letzteren allein 1,5 Millionen in USA, Indien und Brasilien.

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Prof. Dr. med. Julian Bösel, FNCS, FESO, BIldnachweis Klinikum KasselDie DIVI hat mit einer Stellungnahme auf den Gesetzentwurf zur digitalen Modernisierung von Versorgung und Pflege (DVPMG) reagiert, in dem weitere Regelungen einer beschleunigten Digitalisierung im Gesundheitswesen vorgesehen sind. Insbesondere in Bezug auf die Nachhaltigkeit der Neuregelungen bestehe zwingender Änderungsbedarf. Für eine verstärkte Nutzung von Telekonsilen sollte es finanzielle Anreize geben. Sinnvoll sei eine außerbudgetäre Vergütung für Krankenhäuser mit nachgewiesener Expertise, wie sie für die Intensivmedizin in einer AWMF Leitlinie definiert sind. „Die DGNI schließt sich dieser Stellungnahme an und hat den Prozess bereits berufspolitisch begleitet und unterstützt“, betont DGNI-Präsident Prof. Dr. Julian Bösel, Kassel.

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(ka) Auswirkungen der COVID-19-Pandemie sind in der NeuroIntensivmedizin deutlich spürbar, sagt Prof. Dr. Eberhard Uhl, Kongresspräsident der ANIM 2021, die vom 21.-23.01.2021 zum ersten Mal digital stattfindet. Die Corona-Pandemie steht auch als aktuelles Thema im Mittelpunkt des diesjährigen Präsidentensymposiums. Auch neue Erkenntnisse zu den anderen Erkrankungen im Bereich der Neurologischen und Neurochirurgischen Intensivmedizin und Neurochirurgie stehen in der Diskussion, wenn sich Ärzte und Pflegefachkräfte zu einem umfassenden Update austauschen. Im Interview gibt Prof. Uhl erste Einblicke in Tagungsthemen, Highlights und aktuelle Entwicklungen der NeuroIntensivmedizin.

Hightech am Krankenbett – in keinem anderen Bereich im Krankenhaus gibt es so viele hochkomplexe medizinische Geräte wie auf der Intensivstation. Gerade im neurologischen und neurochirurgischen Bereich, in dem der Umgang mit PatientInnen mit Bewusstseinsstörungen ganz besondere Anforderungen bedeutet, können die Herausforderungen an die professionelle Pflege sehr komplex sein. Ein personenzentrierter, konzeptgestützter Ansatz verlangt von den Pflegenden empathische Kommunikationsfähigkeiten sowie ein umfangreiches Wissen bis hin zur Akademisierung. Gerade diese besonderen Herausforderungen aber sind es, die den Pflegeberuf auf der NeuroIntensivstation attraktiv machen, betont Dr. Peter Nydahl (MScN, BScN), Klinik für Anästhesie und operative Intensivmedizin am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein.