Wo stehen wir aktuell mit der neurologischen Intensiv- und Notfallmedizin in Deutschland?
Wir werden im Krankenhaus täglich mit den großen Umbrüchen konfrontiert, die sich momentan in der Versorgung von schwerkranken und Notfallpatienten ergeben. Immense Fortschritte in der Versorgung neurologischer Notfallpatienten sowie steigender Kostendruck stellen uns vor Chancen, aber auch vor Probleme. Es hat sich bewährt, in solchen Situationen ganz nüchtern zu analysieren, in welchen Bereichen unserer Arbeit wir Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken haben.

Liebe DGNI-Mitglieder, liebe Freunde und Kollegen,

wir wünschen Ihnen ein frohes neues Jahr mit vielen persönlichen und beruflichen Erfolgen und Chancen sowie bester Gesundheit! Gleichzeitig bedanken wir uns für das entgegengebrachte Vertrauen im vorigen Jahr ganz herzlich bei Ihnen. In diesem Jahr möchten wir mit Ihnen gemeinsam das Bewährte erhalten und das Neue versuchen. Wir freuen uns 2019 weiterhin die Interessen der NeuroIntensiv- und Notfallmedizin zu vertreten und voranzubringen!

 

Mit herzlichen Grüßen
Ihr DGNI-Präsidium

 
buecherZu unserer Arbeit als Ärzte gehört auch das kritische Lesen wissenschaftlicher Artikel. Dies ist notwendig, um auf dem aktuellen Stand des Wissens zu sein und eine optimale Versorgung der Patienten zu gewährleisten. Jedoch ist es gar nicht so leicht im Dschungel der Fachliteratur den Überblick zu behalten… Wir haben uns vier aktuelle Veröffentlichungen zur NeuroIntensivmedizin aus der Publikationsflut herausgepickt, die wir Ihnen hier vorstellen möchten:

Lesen Sie die Studienzusammenfassungen hier.

In der klinischen Qualitätsanalyse der Diagnostik und Behandlung von akuten Hirnerkrankungen wie Schlaganfall, Subarachnoidalblutung und Schädel-Hirn-Trauma wird als ein Qualitätsindikator die Sterblichkeitsrate angegeben und für vergleichende Darstellungen der Ergebnisqualität der Krankenhauskliniken herangezogen. Es stellt sich jedoch die Frage, ob die Sterblichkeitsrate ein guter klinischer Qualitätsindikator in der Behandlung akuter Hirnerkrankungen darstellt, die intensivmedizinisch behandelt werden.

Weiterbildung

Die Neurointensiv- und Notfallmedizin hat sich in den letzten Jahren mehr und mehr zu einem zentralen Bestandteil der allgemeinen medizinischen Akutversorgung und intensivmedizinischen Behandlung entwickelt. Sie ist schon am Anfang der Behandlungskette im Rettungsdienst sowie in den Notaufnahmen nicht mehr wegzudenken. Damit hat die Bedeutung der Neurofächer ganz wesentlichen Auftrieb bekommen und sich entscheidend von einer betrachtenden hin zu einer (be-)handelnden Arbeitsweise entwickelt.

Querschnittlähmung

Die Hitzewelle hat Deutschland fest im Griff. Willkommene Abkühlung versprechen da Gewässer jeglicher Art. Dabei haben sich 2018 bereits viel mehr Badeunfälle – oft mit tödlichem Ausgang – ereignet als im gesamten Vorjahr. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2018 sind in deutschen Gewässern 279 Menschen ertrunken. Das sind 37 mehr als im Jahr davor. Diese Zahlen gab die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) bekannt. Allein im bereits sehr warmen April verstarben mit 37 Menschen zwölf mehr als im Vergleich zum Vorjahr, der Mai folgte mit zehn Fällen mehr (51>41). Wir haben bereits im vorigen Newsletter über die Gefahr durch Ertrinken berichtet