Im „The New England Journal of Medicine“ erschien eine wegweisende Arbeit [1] der Charité-Universitätsmedizin, der Universitätsmedizin Greifswald und des IGNITE-Netzwerks*. Darin wird eine Fallserie berichtet, in der sich Betroffene nach Impfung mit dem AstraZeneca-Vakzin wegen heftiger Kopfschmerzen vorstellten und alle Laborkriterien einer Vakzin-induzierten thrombotischen Thrombopenie (VITT) erfüllten, ohne dass jedoch die gefürchteten Hirn- oder Sinusvenenthrombosen vorlagen. Durch eine frühzeitige, konsequente Behandlung konnten bei der Mehrzahl thrombotische Ereignisse verhindert werden. Offensichtlich bietet das „Prä-VITT-Syndrom“ ein therapeutisches Fenster, um den gefürchteten Impffolgen wie Sinus- und Hirnvenenthrombosen effektiv entgegenzuwirken.

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Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde der NeuroIntensivmedizin,

bis Ende Juli 2021 hat die COVID-19-Pandemie in Deutschland über 3,76 Millionen Erkrankte verursacht, davon sind 3,65 Millionen genesen, etwa 20.000 sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch betroffen und über 90.000 mit dem Virus infizierte Patienten haben wir nach drei Wellen erhöhter Inzidenz zu betrauern.
Der „Lockdown“ wurde zur wirksamsten Maßnahme der gesundheitspolitischen Steuerung zur Entschleunigung der Pandemie und Entlastung der Kliniken und Intensivstationen. Impf- und Teststrategien wurden entwickelt. Wenngleich oft stockend, ist es diesem Vorgehen vermutlich zu verdanken, dass die Zahlen nicht viel drastischer ausfielen, wie anderswo in der Welt mit insgesamt über 190 Millionen Erkrankungsfällen, 4 Millionen Todesfällen, von letzteren allein 1,5 Millionen in USA, Indien und Brasilien.

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Prof. Dr. med. Julian Bösel, FNCS, FESO, BIldnachweis Klinikum KasselDie DIVI hat mit einer Stellungnahme auf den Gesetzentwurf zur digitalen Modernisierung von Versorgung und Pflege (DVPMG) reagiert, in dem weitere Regelungen einer beschleunigten Digitalisierung im Gesundheitswesen vorgesehen sind. Insbesondere in Bezug auf die Nachhaltigkeit der Neuregelungen bestehe zwingender Änderungsbedarf. Für eine verstärkte Nutzung von Telekonsilen sollte es finanzielle Anreize geben. Sinnvoll sei eine außerbudgetäre Vergütung für Krankenhäuser mit nachgewiesener Expertise, wie sie für die Intensivmedizin in einer AWMF Leitlinie definiert sind. „Die DGNI schließt sich dieser Stellungnahme an und hat den Prozess bereits berufspolitisch begleitet und unterstützt“, betont DGNI-Präsident Prof. Dr. Julian Bösel, Kassel.

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Prof. Dr. med. Julian Bösel © Klinikum Kassel

Liebe Mitglieder der DGNI, liebe Interessierte der Neurointensivmedizin,

etwas verspätet möchte ich Sie als neuer Präsident der DGNI herzlich grüßen.
Weil der Beginn meiner Amtszeit von einem sehr traurigen Ereignis für uns alle geprägt war, wollte ich diesem zunächst den gebührenden Raum geben: Unser hochgeschätztes langjähriges Präsidiumsmitglied, ehemaliger Präsident und Schatzmeister, Prof. Dr. Wolfgang Müllges, verstarb unerwartet im Februar dieses Jahres. Seinen Nachruf konnten Sie auf unserer Homepage und in diversen Journalen lesen. Er war ein leidenschaftlicher Mitstreiter für die Sache der Neurointensivmedizin und wird uns unvergesslich sein. Die Lücke, die er in der DGNI hinterlässt, ist nicht zu füllen, aber wir werden unser Bestes tun, die Geschicke der Fachgesellschaft auch in seinem Sinne fortzuführen.
Nun ist es an der Zeit, nach vorn zu blicken, denn die DGNI steht vor großen Herausforderungen. Die Bedeutung der Intensivmedizin in Neurologie und Neurochirurgie wird medizinisch, ethisch und ökonomisch immer stärker, die Ausbildung von Medizinern für diese Spezialdisziplin immer drängender und die Vernetzung mit anderen Fachgesellschaften immer wichtiger.

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In diesem Jahr findet inzwischen zum siebten Mal die beliebte DGNI Summer School NeuroIntensivmedizin statt. Vom 22. – 24. September 2021 werden wieder Teilnehmer*innen aus dem gesamten Bundesgebiet erwartet. In Kooperation mit IGNITE! und unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. med. Albrecht Günther, Universitätsklinikum Jena, Klinik für Neurologie, lädt die DGNI nach Jena ein.
Neben interaktiven Vorträgen von Prof. Dr. Julian Bösel (Kassel), PD Dr. Konstantinos Dimitriadis (München), Prof. Dr. Mathias Pletz (Jena) und Dr. Hendrik Rüddel (Jena) gibt es auch diesmal wieder ein breitgefächertes und abwechslungsreiches Programm mit eingebundenen Workshops und Fallseminaren für junge Mediziner*innen aus der Neurologie, Neurochirurgie und der Intensivmedizin. Das Programm ist veröffentlicht unter www.dgni.de/images/stories/SummerSchool2021/IGNITE%202021_Programmu%CC%88bersicht.pdf

Aufgrund der aktuellen Situation mussten das Programm und die Teilnehmerzahl der diesjährigen Summer School auf die aktuellen Hygiene- und Abstandsregeln angepasst werden. Dazu gehört auch eine Beschränkung auf 24 Plätze. Weitere Interessenten können in einer Warteliste aufgenommen werden. Die Anmeldung und weitere Informationen finden Sie auf der Tagungswebseite www.dgni.de/summer-school