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SchlaganfallDie mechanische Thrombektomie ist eine bahnbrechende neue Methode in der akuten Schlaganfalltherapie und ändert die Behandlungsmöglichkeiten bei schwer betroffenen Schlaganfallpatienten grundlegend. Eine flächendeckende Rund-um-die-Uhr-Versorgung mit dieser neuen Therapie ist deshalb in ganz Europa eine große Herausforderung. Aber es kann gelingen! In Österreich wurden 2016 bereits rund 650 SchlaganfallpatientInnen mit einer mechanischen Thrombektomie behandelt – doppelt so viele wie noch im Jahr 2014.

„Österreich ist eines der ersten Länder in Europa, das eine flächendeckende Versorgung von zumindest in 95% des Bundesgebietes bereits umgesetzt hat", berichtet Prof. Dr. Stefan Kiechl, Universitätsklinik für Neurologie in Innsbruck und Präsident der Österreichischen Schlaganfall-Gesellschaft (ÖGSF). „Das Bundesministerium für Gesundheit und Frauen überwacht in Zusammenarbeit mit der ÖGSF und den radiologischen Fachgesellschaften die Behandlungsqualität.“ Beim ANIM-Kongress in Wien werden am Freitag, den 17.02.2017 erstmals die österreichweiten Daten für 2016 vorgestellt.

ANIM2017 WienAnsichtSchon 1.200 Teilnehmer aus dem gesamten deutschsprachigen Raum haben sich zur Arbeitstagung NeuroIntensivmedizin (ANIM) in Wien angemeldet. „Das große Interesse freut uns riesig und wir liegen damit absolut auf Vorjahresniveau“, sagt Anja Kreutzmann von der organisierenden Kongressagentur conventus. „Und wir rechnen fest damit, dass es noch viele Kurzentschlossene gibt, vor allem aus der Region rund um die österreichische Hauptstadt.“ Erwartet werden rund 1.600 Interessierte.

Die wichtigsten Themen aus der NeuroIntensivmedizin und deren bedeutendste Erkenntnisse werden auf der ANIM präsentiert und diskutiert. Es lohnt sich also, selbst dabei zu sein!

adolfwallenberg

Mit 5.000 Euro ist der renommierte Adolf-Wallenberg-Preis dotiert, der sich speziell an junge Wissenschaftler bis 40 Jahre wendet. Mit der Auszeichnung werden alle zwei Jahre hervorragende Forschungsleistungen gewürdigt, die sich mit zerebrovaskulären Erkrankungen, der zerebralen Perfusion und dem zerebralen Metabolismus beschäftigen.

Der Preis wird von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) zusammen mit der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) ausgeschrieben. Bewerben können sich junge deutsche und ausländische Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen. Gesichtet werden die Arbeiten von einem Kuratorium, dem der Präsident der DGN, der Vorsitzende der DSG sowie zwei neurovaskulär ausgerichtete Wissenschaftler angehören.

Mikroskop 250pxWer bei aktuellen Forschungsergebnissen auf dem Laufenden bleiben möchte, kann auf unserer Website nun regelmäßig Zusammenfassungen von Studien zu neurointensivmedizinischen Themen finden.
Dr. med. Christian Roth, leitender Oberarzt der Neurologischen Klinik des Klinikums Kassel und PD Dr. med. Berk Orakcioglu, Neurochirurg am Ethianum Heidelberg, haben im Jahr 2016 publizierte Studien analysiert und die wichtigsten Erkenntnisse herausgestellt. Es wurden im wesentlichen Studien gesucht, die sich auf den ischämischen Schlaganfall, die Subarachnoidalblutung, die intrazerebrale Blutung, das Schädel-Hirn-Trauma und allgemeine Intensivbehandlung beziehen.

Hier können Sie die Zusammenfassungen der aktuellen Studien einsehen.

ANIM 2016 KeyVisualTraditionell werden auf der ANIM die besten Poster prämiert. Die Kommision würdigt damit herausragende Forschungsarbeiten, die von besonderer Qualität sind und eine hohe klinische Relevanz haben.

Für die ANIM 2016 in Berlin wurden insgesamt 170 Beiträge eingereicht, von denen im Rahmen der Postersession 117 Beiträge berücksichtigt werden konnten. Drei von ihnen hat die Kommission ausgezeichnet.

Darüber hinaus wurden zwei Pflege-Poster-Preise verliehen.

Das Präsidium der DGNI gratuliert den Preisträgern herzlich zur Auszeichnung!

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Fünf Fachgesellschaften, die ebenfalls Gebiete und Aufgaben innerhalb des Fachgebietes NeuroIntensivmedizin vertreten, bezeichnet die DGNI als Nachbargesellschaften. Untereinander stehen diese Fachgesellschaften in gutem Kontakt, entsenden Mitglieder in gemeinsame Arbeitsgruppen oder führen gemeinsam Veranstaltungen durch.