Pressemeldungen

gehirn modell(30.11.2017) Die Gefahr einer Falschdiagnose beim irreversiblen Funktionsausfall des Gehirns muss so gering wie möglich gehalten werden. Dabei wird in der höchst sensiblen Hirntoddiagnostik aktuell vor allem auf die Erfahrung der behandelnden Mediziner gesetzt. Die Deutsche Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin (DGNI) hat jetzt erstmals einen umfassenden Ratgeber entwickelt, der die wichtigsten und häufigsten Fragen rund um das Thema Hirntod zusammenfasst. „Mit den gesammelten Erkenntnissen führender Wissenschaftler können wir klärende Antworten auf mögliche Fehlerquellen bei der Diagnose geben“, sagt DGNI-Präsident Professor Georg Gahn, Direktor der Neurologischen Klinik am Städtischen Klinikum Karlsruhe. Notwendige Richtwerte und Qualifikationen werden ebenso besprochen wie Streitfälle und Zusatzdiagnosen. Auf der Webseite der DGNI finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen zu Diagnoseproblemen des irreversiblen Funktionsausfalls des Gehirns.

ANIM2018 WuerzburgDie 35. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurointensiv- und Notfallmedizin (DGNI) und der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) findet vom 8. bis 10. Februar 2018 im Congress Centrum Würzburg statt. Die erfolgreiche Konzeption der sogenannten ANIM, der Arbeitstagung NeuroIntensivMedizin, hat sich in den letzten Jahren als eine der bedeutendsten neurologisch-neurochirurgischen Tagungen im deutschsprachigen Raum gefestigt und gilt als Bindeglied zwischen Forschung und Praxis der neuromedizinischen Fachrichtungen sowie dem Pflege- und Therapiebereich. Rund 1.600 Ärzte, Pflegekräfte und Therapeuten diskutieren über aktuelle Entwicklungen, tauschen sich über ihre Erkenntnisse aus und besuchen Workshops, um sich in ihrem Fach weiter fortzubilden.

Verena IfflaenderVerena Iffländer vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf gewinnt den ersten DGNI-Pflegepreis über 500 Euro. Die 28-jährige Fachkrankenschwester für Anästhesie und Intensivpflege hat die sechs Preiskuratoren von ihrer Arbeit über das Locked-In-Syndrom überzeugen können. Iffländer präsentierte ihr Thema im Rahmen der 34. Arbeitstagung NeuroIntensivMedizin (ANIM) in Wien und setzte sich vor Ort gegen zwei weitere Mitbewerber durch. Die Jury lobte ihre Präsentation und die Auseinandersetzung mit dem Thema: „Verena Iffländer ist es gelungen, einem sehr spezifischen Thema zu neuer Aufmerksamkeit in der Pflege zu verhelfen“, sagt Jury-Koordinator Matthias Kruse aus dem DGNI-Präsidium.

Otto Busse ANIM 2017In der NeuroIntensivmedizin muss weiter an der Versorgungsqualität gearbeitet werden. Zu diesem Ergebnis kommt Prof. Dr. Otto Busse, langjähriger Generalsekretär der DGNI. Über einen Zeitraum von drei Jahren wurden 320 Intensivstationen begangen. „Wir wollten hier genau wissen, wie die ärztliche Versorgung in der NeuroIntensivmedizin aktuell aussieht“, sagt Busse. Das Ergebnis spricht eine klare Sprache: Nicht nur die ärztliche Versorgung, sondern auch die Weiterbildungsmöglichkeiten sind verbesserungswürdig.

Albanna WalidDer mit 20.000 Euro dotierte Nachwuchsförderungspreis der Deutschen Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin (DGNI) geht in diesem Jahr an Dr. med. Walid Albanna (34), Facharzt für Neurochirurgie am Universitätsklinikum der RWTH Aachen. Er hat den Preis am Donnerstag bei der Jahrestagung der DGNI in Wien entgegengenommen und kann damit seine Forschung für ein weiteres Jahr finanzieren. „Unser großes Ziel ist, durch den einfachen Blick in die Augen frühzeitig Gefäßeinengungen und Hirnfunktionsstörungen bei Patienten mit aneurysmatischer Subarachnoidalblutung in der kritischen Phase zu erkennen. Damit wären invasive Maßnahmen in Zukunft überflüssig“, sagt Albanna. DGNI-Präsident Prof. Dr. Jürgen Meixensberger würdigt seine Arbeit als einen wichtigen und mutigen Beitrag, gerade unter jungen Wissenschaftlern.

ANIM2017 KasseErfolgreicher Start der Arbeitstagung NeuroIntensivMedizin (ANIM) in Wien. Bereits zur Eröffnung kamen gestern 1.330 Teilnehmer ins Austria Center der österreichischen Hauptstadt. „Auf uns warten spannende Tage mit einem abwechslungsreichen Wissenschaftsprogramm“, sagte Tagungspräsident Prof. Dr. Jörg R. Weber vom Klinikum Klagenfurt bei der Begrüßung. „Wir alle können hier unser Fach weiter entwickeln und damit die Bedeutung der NeuroIntensivmedizin unterstreichen.“ Dem pflichtete auch DGNI-Präsident Prof. Dr. Jürgen Meixensberger bei: „Es ist die perfekte Tagung zum Wissensaustausch, natürlich zum Netzwerken und perfekt dazu geeignet, um wichtige Themen voranzubringen.“

mech thrombektomieVom 16.–18. Februar 2017 diskutieren in Wien 1.600 Experten aktuelle Erkenntnisse in der Neurologie, NeuroIntensivmedizin und Neurochirurgie bei der 34. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin (DGNI) und der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG). Bei der sogenannten „ANIM 2017“, der Arbeitstagung NeuroIntensivMedizin als einer der bedeutendsten neurologisch-neurochirurgischen Tagungen im deutschsprachigen Raum liegt ein wichtiger Schwerpunkt in der Vorstellung neuer Studien und der Diskussion neuer Therapieoptionen des Schlaganfalls. Zu einigen aktuellen Themen, die im Symposium Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) diskutiert werden, geben die Vorstandsmitglieder Prof. Dr. med. Armin Grau, Direktor der Neurologischen Klinik mit Klinischer Neurophysiologie und Stroke Unit Klinikum Ludwigshafen, und Prof. Dr. med. Gerhard F. Hamann, Direktor der Klinik für Neurologie und Neurologische Rehabilitation Bezirkskrankenhaus Günzburg, erste Einblicke.

HirntodWelche Fallstricke und Tücken nach den neuen Richtlinien bei der Diagnostik des irreversiblen Hirnfunktionsausfalls im klinischen Alltag auftreten, ist ein wichtiges Tagungsthema bei der ANIM 2017, der Arbeitstagung NeuroIntensivMedizin vom 16.–18. Februar 2017 in Wien, bei der 1.600 Experten Innovationen und aktuelle Erkenntnisse in der Neurologie, NeuroIntensivmedizin und Neurochirurgie diskutieren. Bei der 34. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin (DGNI) und der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG), einer der bedeutendsten neurologisch-neurochirurgischen Tagungen im deutschsprachigen Raum, geht es in einem speziellen „Hirntod-Symposium“ um aktuelle Fragen transparenter Qualitätssicherung bei der Diagnostik des irreversiblen Hirnfunktionsausfalls (IHA).

SchlaganfallNeue Therapiestrategien zur Optimierung der Schlaganfallversorgung sind ein wichtiges Schwerpunktthema bei der 34. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin (DGNI) und der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG), die vom 16.–18. Februar 2017 in Wien stattfindet. Bei der sogenannten ANIM – der Arbeitstagung NeuroIntensivMedizin – einer der bedeutendsten neurologisch-neurochirurgischen Tagungen im deutschsprachigen Raum, diskutieren rund 1.600 Ärzte, Pflegekräfte und Therapeuten aktuelle Neuerungen und Erkenntnisse in der Neurologie, NeuroIntensivmedizin und Neurochirurgie.

Thrombolyse1.600 Experten diskutieren vom 16.–18. Februar 2017 in Wien aktuelle Erkenntnisse in der Neurologie, NeuroIntensivmedizin und Neurochirurgie bei der 34. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin (DGNI) und der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG). Bei der sogenannten ANIM 2017, der Arbeitstagung NeuroIntensivMedizin als einer der bedeutendsten neurologisch-neurochirurgischen Tagungen im deutschsprachigen Raum liegt ein wichtiger Schwerpunkt in der Diskussion neuer Therapieoptionen des Schlaganfalls.

ANIM2017 LogoBei der 34. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin (DGNI) und der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG), der ANIM 2017 (Arbeitstagung NeuroIntensivMedizin), diskutieren 1.600 Experten vom 16.-18. Februar 2017 in Wien aktuelle Erkenntnisse in der Neurologie, Neurointensivmedizin und Neurochirurgie. Ein aktuelles Tagungsthema sind die neuesten Erkenntnisse zur Interaktion zweier Supersysteme bei Schlaganfall, dem Gehirn und dem Immunsystem, die auf einem eigenen Symposium diskutiert werden.

Weber Joerg Tagungspraesident ANIM 2017Der Fokus liegt wieder für drei spannende Tage auf der NeuroIntensivmedizin: Vom 16.-18. Februar 2017 werden in Wien um die 1600 Mediziner und Pflegefachkräfte erwartet, deren Ziel ein umfassendes Update ihres Wissensstandes im Bereich der Neurologie, Intensivmedizin und Neurochirurgie ist. Zum 34. Mal findet die gemeinsame Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin (DGNI) und der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) als ANIM 2017 – Arbeitstagung NeuroIntensivMedizin statt. Im folgenden Interview äußert sich der diesjährige Tagungspräsident Prof. Dr. Jörg R. Weber, Vorstand der Neurologischen Abteilung des Klinikums Klagenfurt am Wörthersee, zu den aktuellen Kongressthemen, zu den Tagungs-Highlights und den neuen Entwicklungen im Bereich der NeuroIntensivmedizin.

ANIM2017 LogoDie 34. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurointensiv- und Notfallmedizin (DGNI) und der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) findet vom 16.-18. Februar 2017 im Austria Center Wien statt. Als eine der bedeutendsten neurologisch-neurochirurgischen Tagungen im deutschsprachigen Raum hat sich die sogenannte ANIM, die Arbeitstagung NeuroIntensivMedizin, als Bindeglied zwischen Forschung und Praxis der neuromedizinischen Fachrichtungen sowie dem Pflege- und Therapiebereich etabliert. Alle Berufsgruppen aus dem Bereich der Neurointensivmedizin sind vertreten. Rund 1.600 Ärzte, Pflegekräfte und Therapeuten diskutieren über aktuelle Entwicklungen.

MikroskopEs sind die wichtigsten Studienergebnisse des Jahres in der NeuroIntensivmedizin: Die Erkenntnisse sind relevant für das Verständnis und die Behandlung des ischämischen Schlaganfalls, der Subarachnoidalblutung, der intrazerebralen Blutung, des Schädel-Hirn-Traumas und der allgemeinem NeuroIntensivbehandlung. Um einen besseren Überblick zu bekommen, haben sich Vertreter der Deutschen Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin (DGNI) jetzt durch zahlreiche Veröffentlichungen der vergangenen Monate gearbeitet.

Dabei haben die Wissenschaftler fünf Studien identifiziert, die für die zukünftige Arbeit der Mediziner besonders wichtig sind. Diese werden hier zusammengefasst und zitiert.

ANIM2016 VollerSaal„Götter in Weiß", so nannte die Bevölkerung Ärzte noch bis vor einigen Jahren, mal spöttisch, mal ehrfürchtig. So oder so, die Bezeichnung trifft nicht das Selbstbild der heutigen Mediziner. Im Gegenteil. Die Fragen nach den Grenzen des eigenen Könnens, nach der medizinischen, juristischen und ethischen Vertretbarkeit ihres Tuns, zeichnen moderne Mediziner aus – und auch, dass sie diese Fragen öffentlich diskutieren.

So geschehen vom 28. bis 30. Januar in Berlin: Rund 1.580 Neurologen und Neurochirurgen sowie Pflegekräfte und Therapeuten der NeuroIntensivMedizin diskutierten miteinander. Die „Grenzen der Intensivmedizin" war ein wichtiger Schwerpunkt der sich durch das dreitägige Programm der Arbeitstagung NeuroIntensivMedizin (ANIM 2016) zog. Vom kollegialen, interdisziplinären Austausch profitierten alle Beteiligten und damit letztendlich auch die Patienten.

Prof. PiekIn zwei Tagen geht es bereits los: Auf der ANIM 2016 vom 28. bis 30. Januar in Berlin liegt der Fokus wieder für drei spannende Tage auf der Neurointensivmedizin. Es werden rund 1600 Mediziner und Pflegefachkräfte erwartet, deren Ziel ein umfassendes Update ihres Wissensstandes im Bereich der Neurologie, Intensivmedizin und Neurochirurgie ist. Zum 33. Mal findet die gemeinsame Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurointensiv- und Notfallmedizin (DGNI) und der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) statt. Im folgenden Interview äußert sich der diesjährige Tagungspräsident Prof. Dr. Jürgen Piek, Direktor der Abteilung Neurochirurgie am Universitätsklinikum Rostock, zum Kongress, seinen Themen und den Entwicklungen im Bereich der Neurointensivmedizin.

Professor Piek, welche Bedeutung hat die ANIM? Welche Impulse gehen von dieser Tagung aus?
Prof. Piek:
Als größte intensivmedizinische Tagung im deutschsprachigen Raum hat sich die ANIM in den letzten Jahren ständig weiterentwickelt und stellt mittlerweile die Plattform für wissenschaftlichen Austausch und Fortbildung für alle Neurointensivmediziner dar. Ich hoffe natürlich, dass sich in Berlin dieser Trend fortsetzen wird und dass ich die von meinen Vorgängern erfolgreich begonnene Arbeit in diesem Sinne fortführen kann.

Das wissenschaftliche Programm ist wie immer äußerst umfangreich. Welche Schwerpunkte werden gesetzt?
Prof. Piek: Einige Schwerpunkte der ANIM 2016 sind die neuen Leitlinien zur Hirntodbestimmung, die Zukunft der Schlaganfallversorgung, aktuelle Studien und die Besonderheiten der pädiatrischen und geriatrischen Neurointensivmedizin. Nosokomiale Infektionen auf unseren Stationen sind ein zunehmendes Problem, das in der Öffentlichkeit immer kritischer gesehen wird. Weitere Schwerpunkte werden neben den bekannten Fortbildungsthemen die Grenzen der Intensivmedizin und die Interaktionen zwischen Gehirn und Immunsystem sein.

SchlaganfallDas letzte Jahr war für die Schlaganfallmedizin mit einer Revolution verbunden. Zusammen mit den Neuroradiologen wurde die mechanische Thrombektomie als evidenz-basiertes Therapieverfahren in die Therapiemöglichkeiten des akuten Schlaganfalls aufgenommen. „Mit der mechanischen Thrombektomie gelingt es Rekanalisationsraten von rund 90 Prozent zu erreichen“, berichtet Professor Dr. med. Gerhard F. Hamann, 2. Vorsitzender der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) und Direktor der Klinik für Neurologie und Neurologische Rehabilitation am Bezirkskrankenhaus Günzburg. Damit ist in Deutschland nun die Aufgabe in den nächsten Jahren die flächendeckende Versorgung akuter Schlaganfallpatienten mit dieser neuen Therapiemethode durch die Kooperation der Beteiligten zu gewährleisten. Wir stehen hier am Anfang einer spannenden Entwicklung.

Prof. Dr. Andreas FerbertMehr als 100 Tage Praxistest sind absolviert: Bereits am 30. März genehmigte das Bundesministerium für Gesundheit die neue Richtlinie zur Diagnostik des irreversiblen Hirnfunktionsausfalls. Durch die Veröffentlichung im Deutschen Ärzteblatt hat sie seit Juli 2015 Gültigkeit erlangt. Der umgangssprachliche Begriff „Hirntod“ wurde durch den medizinisch-wissenschaftlich präzisen Ausdruck „irreversibler Hirnfunktionsausfall“ ersetzt. Als Mitglied des Arbeitskreises des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesärztekammer, der die Richtlinie überarbeitet hat, spricht Prof. Dr. med. Andreas Ferbert, 1. Vizepräsident der DGNI und Direktor der Klinik für Neurologie am Klinikum Kassel, über die Neuerungen der Richtlinie und was sich in den letzten Monaten bereits getan hat. Ein Fazit mit Ausblick.

Professor Ferbert, wie wurde die neue Richtlinie aufgenommen?
Prof. Ferbert: Die überarbeitete Richtlinie wurde intensiv rezipiert und diskutiert. Verschiedene Landesärztekammern, einzelne Kliniken und Fachgesellschaften bieten Weiterbildungen an. Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) hat beispielsweise einen Kurs entwickelt, der erstmals während der Jahrestagung im September angeboten wurde und in das reguläre Angebot der Fortbildungsakademie der DGN aufgenommen werden soll.
Auf der ANIM wird es am Donnerstag, den 28. Januar ergänzend eine wissenschaftliche Sitzung zur Vorstellung der Änderungen der neuen Richtlinie geben. Dort wollen wir die Fachärzte im Detail informieren und die Sinnhaftigkeit der Änderungen noch einmal zur Diskussion stellen. Anschließend werden die Informationen verdichtet in einem Fortbildungskurs angeboten.

Patienten mit Guillain-Barré-Syndrom (GBS), die in der Akutphase beatmungspflichtig sind, weisen eine Mortalität von 5,5 Prozent im Krankenhaus beziehungsweise 13,6 Prozent in der durchschnittlichen Nachbeobachtungszeit von 52 Monaten auf. Damit liegt die Mortalität deutlich niedriger als in früheren Studien, meint der Erstautor der Studie, Dr. Jens Witsch vom Zentrum für Schlaganfallforschung an der Charité Berlin. Die Studie ist die erste Veröffentlichung der im Forschungsnetzwerk der Deutschen Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin (DGNI) etablierten Gruppe IGNITE, der Initiative of German NeuroIntensive Trial Engagement.

Jens Witsch Prof. Dr. Eric Jüttler

„Wir haben die Studie initiiert“, erklärt Witsch, „weil die aktuellsten umfassenden Daten intensivpflichtiger GBS-Patienten im Jahr 2000 veröffentlicht wurden. Seitdem hat sich das therapeutische Vorgehen in wichtigen Punkten verändert.“ Das Hauptziel der retrospektiven Kohortenstudie war die Deskription: „Wie geht es den Patienten mehrere Jahre nach ihrer intensivmedizinischen Behandlung? Die Forscher* schlossen 110 Patienten aus insgesamt 9 universitären deutschen Zentren ein, die in der Akutphase ihrer Erkrankung mechanisch ventiliert wurden.