Die Deutsche Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin (DGNI) fördert Wissenschaft, Praxis, Forschung und Pflege in der neurologischen und neurochirurgischen Intensiv- und Notfallmedizin. Sie hat sich zum Ziel gesetzt sowohl die klinischen Versorgungsstrukturen wie auch die wissenschaftliche Fortentwicklung auf dem Gebiet der NeuroIntensivmedizin und Notfallmedizin zu unterstützen, damit Patienten mit Gehirnblutung, Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma, um nur einige zu nennen, überall auf höchstem Niveau behandelt werden können.

Aktuell hat die DGNI mehr als 1200 Mitglieder (Stand Januar 2016), die als Ärzte, Pfleger oder Therapeuten im Bereich der NeuroIntensivmedizin arbeiten. Einmal jährlich im Januar führt die DGNI – gemeinsam mit der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft – die Arbeitstagung NeuroIntensivMedizin (ANIM) mit bis zu 1600 Teilnehmern durch.

Darüber hinaus steht die DGNI in sehr engem Kontakt mit ihren vier Nachbargesellschaften:

Herkunft und Ziele

Begonnen hat es auf Seiten der Neurologie mit einer Arbeitstagung neurologisch-intensivmedizinisch interessierter Ärzte 1984 in Essen. Hiernach gründete sich die Arbeitsgemeinschaft neurologische Intensivmedizin (ANIM), die sich 2002 in Deutsche Gesellschaft für Neurologische Intensivmedizin umbenannte.

Von Seiten der Neurochirurgie begann die Geschichte der DGNI mit einem ersten Arbeitstreffen der AG Neurotraumatologie und Neurochirurgische Intensivmedizin 1973 in Gießen.

2008 schlossen sich Neurologen und Neurochirurgen zusammen. Es entstand die heutige Deutsche Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin (DGNI). Dieses Miteinander wird in der Struktur der Gesellschaft ebenfalls aufgegriffen: Abwechselnd ist ein Vertreter der Neurologie und daraufhin ein Vertreter der Neurochirurgie Präsident der DGNI. Gemeinsames Ziel ist die fachspezifische Intensivmedizin in der Neurologie und Neurochirurgie zu fördern und zu etablieren (NeuroIntensivmedizin).

Gleichzeitig gilt das Augenmerk der DGNI auch der Notfallmedizin und der Versorgung neurologischer und neurochirurgischer Patienten in den Notfallambulanzen, die heute schon mehr als 1/3 aller Fälle in interdisziplinären Notaufnahmen ausmachen.

Weiterbildung und Nachwuchsförderung

Die DGNI setzt sich in der Weiterbildung aktiv dafür ein, dass die spezifische NeuroIntensivmedizin in der Facharztausbildung wahrgenommen wird und in den Ausbildungsstätten entsprechende Strukturen geschaffen werden. Hierfür wurde 2015 die Weiterbildungskommission unter der Leitung von Dr. Wolf-Dirk Niesen (Freiburg) ins Leben gerufen, die an der Gestaltung der Weiterbildungsordnung mitwirkt. Ziel ist es, die NeuroIntensivmedizin als solche darzustellen und auch die wissenschaftlichen Entwicklungen der letzten Jahre zu unterstützen. So wurde bereits 2009 die DGNI-Stiftung gegründet, aus deren Erlösen sich zum Beispiel der Mertens-Preis der DGNI und DGN, Ausbildungsstipendien und Forschungsvorhaben finanzieren.

Vor allem junge Kollegen sollen dafür begeistert werden, sich in diesem Teilgebiet der Neurofächer zu engagieren und klinisch wie wissenschaftlich zu arbeiten.

Satzung

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