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Aneurysmen – Clippen oder Coilen

Aneurysmen – Clippen oder Coilen(17.02.2012) Bei der Versorgung von Aneurysmen liegen die fachspezifischen Sichtweisen von Neurochirurgen, Neuroradiologen und Neurologen relativ nah beieinander. So lautet das Fazit einer wissenschaftlichen Sitzung bei der diesjährigen Arbeitstagung für Neurointensivmedizin (ANIM) am 19. Januar in Berlin.

Liegt ein rupturiertes Aneurysma vor, stellt sich heutzutage die Frage, welche Patienten nicht interventionell oder chirurgisch behandelt werden sollten, meinte Prof. Dr. Andreas Raabe, Universitätsklinik für Neurochirurgie, Bern. Wir behandeln heute auch Patienten mit schweren Blutungen und Bewusstseinstörungen, die als WFNS 5 klassifiziert sind. Dabei sollte jedoch sehr sorgfältig beurteilt werden, ob der fragliche Patient von der Behandlung profitiert.

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Neue Therapiemöglichkeiten für Querschnitts-Patienten

Professor Dr. med. Martin Schwab, University and Federal Institute of Technology Zurich (01.02.2012) Nervenfasern des Rückenmarks können sich nach schweren Verletzungen regenerieren, wenn ein Antikörper den Nervenwachstumshemmstoff Nogo-A neutralisiert. Das gilt zumindest für Ratten und Makaken, denen spinale Traumata zugefügt wurden, erläuterte Prof. Martin Schwab, Institut für Hirnforschung, Zürich, auf dem Präsidentensymposium der Arbeitstagung NeuroIntensivmedizin (ANIM) am 19. Januar 2012.

Ob das auch für querschnittsverletzte Menschen gilt, wird demnächst eine „Proof-of-concept–Studie“ (Phase-II) zeigen. In einer ersten, in Zusammenarbeit mit Novartis durchgeführten Studie (Phase-I), hatten frisch verletzte querschnittsgelähmte Patienten hohe Dosen eines Antikörpers gegen den Nervenwachstumshemmstoff Nogo-A erhalten. Das erfreuliche Resultat sei, so Schwab, dass es keine negativen Nebenwirkungen gab.

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Neuro-EHEC: Krise bewältigt – Neue Erkenntnisse kurz vor Publikation

Professor Dr. med. Christian Gerloff, Chefarzt am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Kopf- und Neurozentrum, Klinik für Neurologie(27.01.2012) Im Mai 2011 hatten sich in Deutschland, vor allem in den nördlichen Bundesländern, 4794 Menschen (Robert Koch Institut, Dez.2011) mit dem EHEC-Erreger infiziert. 852 entwickelten ein hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS). Von diesen Patienten entwickelten etwa 50% neurologische Symptome. Dies berichtete Prof. Dr. Christian Gerloff, Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf (UKE), auf der ANIM 2012 in Berlin.

Das durch eine EHEC-Infektion ausgelöste Krankheitsbild ist schon lange bei Kindern bekannt, allerdings sehr selten. Die größte publizierte Fallserie umfasst 24 Fälle aus über 30 Jahren. Diese Zahlen sind nicht vergleichbar mit der letztjährigen EHEC-Epidemie, die eine ganz andere Dimension besaß, betonte Gerloff.

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Prof. Dr. Rainer Dziewas erhält H. G. Mertens Preis

Prof. Dr. Andreas Unterberg (rechts) überreicht Prof. Dr. Rainer Dziewas aus Münster (links) den Mertens Preis der DGNI und DGN 2012 von (Berlin, 19.01.2012) Der von der DGNI und der DGN alle zwei Jahre ausgelobte H.G. Mertens Preis für innovative therapierelevante Forschung im Bereich der neurologischen Intensivmedizin und der allgemeinen Neurologie geht an Prof. Dr. Rainer Dziewas aus Münster.

Dies gab Prof. Dr. Andreas Unterberg als Präsident der DGNI am 19. Januar 2012 auf der Arbeitstagung NeuroIntensivMedizin (ANIM) in Berlin bekannt. Mit Hilfe magnetenzephalografischer Untersuchungen bei Schlaganfallpatienten mit Dysphagie konnte Dziewas nachweisen, dass sowohl eine Reduktion der ipsiläsionalen als auch der kontraläsionalen schluckaktbezogenen Hirnaktivität vorliegt. Möglicherweise lässt sich in Zukunft diese Erkenntnis auch therapeutisch nutzen, indem man stimulatorisch interveniert.

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Stellungnahme der DGNI zur Neurologischen Intensivmedizin

NeuroIntensivstationDurch die ökonomischen Zwänge im Gesundheitssystem wurde die Intensivmedizin schon lange als kostenträchtiger Leistungsträger im Krankenhaus identifiziert. Daher liegt die Suche nach kostenoptimierten Organisationsformen dieser Behandlungseinheiten nahe. Eine Anpassung ist notwendig und sinnvoll, sofern dabei nicht die Qualität der Behandlung auf dem Spiel steht.

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Stellungnahme der DGNI zur Situation der stationären Notaufnahme

(2007) Die Notfallaufnahme wird an deutschen Universitätskliniken und Akutkliniken in unterschiedlichen Organisationsformen erbracht. Die DGN ist dabei besorgt über Tendenzen, die Notfallversorgung aus der fachgebundenen Versorgung herauszunehmen und einer zukünftigen Notfallmedizin oder global der Inneren Medizin oder Chirurgie zuzuordnen. Die ökonomischen Zwänge verlangen nachvollziehbar eine kostensparende Organisation der Notfallversorgung. Diese muss jedoch den Facharztstandard in der Notfallversorgung garantieren.

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Pressekonferenz ANIM: EHEC – Lehren aus der Krise
Donnerstag, den 26. Januar 2012 um 10:19 Uhr

Pressekonferenz ANIM2012 Neurointensivmedizin - interdisziplinär, innovativ und hochaktuell 

Im Frühjahr 2011 infizierten sich in Deutschland 4794 (Robert Koch-Institut, Stand: 21.12.2011) Menschen mit dem Darmbakterium EHEC. Die meisten Patienten litten unter wässrigen bis blutigen Durchfällen. 852 entwickelten ein hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS), eine Krankheit, bei der die Blutgefäße, die Blutzellen und die Nieren angegriffen werden. Rund die Hälfte davon musste künstlich beatmet werden, erlitt epileptische Anfälle, Sprachstörungen, Verwirrtheit oder Lähmungen.

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Stellungnahme der DGNI zur Notfallbehandlung

(Februar 2010) Unter dem zunehmenden wirtschaftlichen Druck innerhalb des Gesundheitssystems einerseits und Änderungen der Verfügbarkeit ärztlicher Mitarbeiter andererseits, scheint es heute mehr als je zuvor erforderlich zu sein, medizinisch interdisziplinär genutzte Bereiche gemeinsam zu nutzen. Zentrale interdisziplinäre Notaufnahmen müssen vor allem die Fachkompetenz für die häufigsten und die relevanten medizinischen Bereiche tatsächlich an 365 Tagen und rund um die Uhr akut verfügbar vorhalten.

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Über die DGNI

dgni_webDie DGNI fördert Wissenschaft, Praxis, Forschung und Pflege in der neurologischen und neurochirurgischen Intensiv- und Notfallmedizin. Sie hat sich zum Ziel gesetzt sowohl die klinischen Versorgungsstrukturen wie auch die wissenschaftliche Fortentwicklung auf dem Gebiet der Neurointensivmedizin und Notfallmedizin zu unterstützen, damit Patienten mit Gehirnblutung, Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma, um nur einige zu nennen, überall auf höchsten Niveau behandelt werden können.

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Stellungnahme der DGNI zur Versorgung neurologischer Patienten in der Notaufnahme

(Oktober 2009) Der Behandlungserfolg zahlreicher neurologischer Erkrankungen hängt davon ab, ob die richtige Diagnose früh gestellt wird und damit eine ursachengerechte Behandlung schnell eingeleitet wird. Daraus ergibt sich, dass eine primäre Versorgung dieser Patienten in einer multidisziplinären Notfallaufnahmen auf neurologischem Facharztstandard erfolgen muss. Die Notaufnahmen sollten so organisiert werden, dass die fachliche Verantwortung bei den Einzeldisziplinen bleibt bei Zentralisierung der Organisationsverantwortung für die Einheit.

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