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Pressemeldungen

Berlin. Die Neurointensiv- und Notfallmedizin hat sich in den letzten Jahren mehr und mehr zu einem zentralen Bestandteil der allgemeinen medizinischen Akutversorgung und intensivmedizinischen Behandlung entwickelt. Sie ist schon am Anfang der Behandlungskette im Rettungsdienst sowie in den Notaufnahmen nicht mehr wegzudenken. Damit hat die Bedeutung der Neurofächer ganz wesentlichen Auftrieb bekommen und sich entscheidend von einer betrachtenden hin zu einer (be-) handelnden Arbeitweise entwickelt. Die grundsätzlich zum Wohl der Patienten erstrebenswerte hohe Behandlungsqualität wird in der Praxis durch unterschiedlichste Instrumente und Operationalisierungen implementiert wie beispielsweise Qualitätsindikatoren, Mindestmengen, Risikomanagement oder Personalvorgaben und Strukturvoraussetzungen zur Abrechenbarkeit intensivmedizinischer Leistungen. Mit diesen Instrumenten mit einem populären „Qualitätslabel“ sind jedoch im Sinne eines trojanischen Pferdes auch gesundheitspolitische und ökonomische Ziele wie Zentralisierung in größeren Einheiten, Schließungen von kleineren Behandlungseinheiten und Mindervergütung von Leistungen verbunden.

Interview mit dem Kongresspräsidenten Prof. Dr. med. Helmuth Steinmetz

Sehr geehrte Damen und Herren, Steinmetz Bild

die Vorbereitungen der ANIM 2019 laufen auf Hochtouren und wir sehen jetzt schon einer wissenschaftlich hochinteressanten Veranstaltung entgegen. Eine Programmübersicht finden Sie hier.

Weitere Informationen zu den Inhalten dieser 36. Gemeinsamen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin (DGNI) und der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) erfahren Sie im folgenden Interview mit dem Kongresspräsidenten Prof. Dr. med. Helmuth Steinmetz. Hier beantwortet er u.a. die Fragen, was die Teilnehmer für Highlights erwarten und wie die Schlaganfallversorgung in Deutschland aktuell aufgestellt ist.

Querschnittlähmung

Die Hitzewelle hat Deutschland fest im Griff. Willkommene Abkühlung versprechen da Gewässer jeglicher Art. Dabei haben sich 2018 bereits viel mehr Badeunfälle – oft mit tödlichem Ausgang – ereignet als im gesamten Vorjahr. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2018 sind in deutschen Gewässern 279 Menschen ertrunken. Das sind 37 mehr als im Jahr davor. Diese Zahlen gab die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) bekannt. Allein im bereits sehr warmen April verstarben mit 37 Menschen zwölf mehr als im Vergleich zum Vorjahr, der Mai folgte mit zehn Fällen mehr (51>41). Wir haben bereits im vorigen Newsletter über die Gefahr durch Ertrinken berichtet

Schwimmen ist eine der beliebtesten Freizeitsportarten in Deutschland. Und gerade an heißen Sommertagen springen wir gerne ins kalte Wasser. Diese Badeausflüge führen oft an Seen, Flüsse und andere unbekannte Gewässer. Dass man sich dabei - insbesondere bei einem Kopfsprung - schwer verletzen kann, ist vielen Menschen sicher bewusst, aber das Risiko wird oft ignoriert. Hierbei kann es zu dramatischen Verletzungen der Halswirbelsäule kommen, die nicht selten zu einer Querschnittslähmung führen. Ein anderes Risiko ist das Ertrinken.

Weitere Informationen finden Sie hier

Session Alter „Wir müssen weise entscheiden, wie weit wir mit unseren Therapien gehen können“ gab der diesjährige Kongresspräsident Prof. Dr. Wolfgang Müllges zur Kongresseröffnung zu bedenken. Dieser Satz gilt auch und gerade für die Behandlung von sehr alten Patienten. Dem Thema „Intensivmedizin im hohen Alter – Erfolg und Grenzen“ widmete die ANIM 2018 eine eigene Sitzung. Prof. Dr. Dr. Werner Hacke stellte hierbei an mehreren Studien dar, dass beim akuten ischämischen Schlaganfall sowohl die Thrombolyse als auch die mechanische Thrombektomie auch im höheren Alter erfolgreich durchgeführt werden können.

ANIM2018 Preistraeger

Hans-Georg-Mertens-Preis und der Forschungspreis der DGNI

Würzburg.  Zur Kongresseröffnung der ANIM 2018 übergab Prof. Dr. Jürgen Meixensberger, Neurochirurg aus Leipzig und Vizepräsident der DGNI, am 08.02.2018 den mit 20.000 Euro dotierten DGNI-Forschungspreis, der nun schon zum dritten Mal verliehen wurde. Preisträgerin ist die Neurochirurgin Dr. Nadine Lilla, Würzburg. Sie überzeugte die Jury durch ihre Arbeit zum Thema „Charakterisierung metabolischer Veränderung nach Subarachnoidalblutung“ sowie durch ihre Vorarbeiten zu einem translationalen Therapieansatz metabolischer Veränderungen in der Frühphase der SAB.

Ebenfalls während der Kongresseröffnung wurde der mit 5.000 Euro dotierte Hans-Georg- Mertens-Preis der Deutschen Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin (DGNI) und der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) verliehen, der junge Wissenschaftler in ihren Forschungsvorhaben unterstützt.