Feierliche Kongresseröffnung in Berlin

 „Wir haben die NeuroIntensivmedizin erfolgreich etabliert. Jetzt wollen wir sie weiter kreativ voranbringen. Willkommen bei unserem Markenzeichen, der ANIM!“, begrüßte Tagungspräsident Prof. Dr. med. Helmuth Steinmetz, Frankfurt am Main, die Teilnehmer zur Kongresseröffnung am heutigen Donnerstag in Berlin.

Schon am ersten Kongresstag der Arbeitstagung NeuroIntensivMedizin kamen 1.144 Ärzte, Wissenschaftler, Pflegekräfte und Therapeuten und nutzten das umfangreiche Programm mit einer Vielzahl an Vorträgen, Workshops und Symposien. Ein erstes Highlight der gemeinsamen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin (DGNI) und der Deutschen Schlaganfallgesellschaft (DSG) war die feierliche Übergabe der Forschungsförderungspreise zur Auszeichnung von Ärzten und Wissenschaftlern für herausragende Arbeiten im Bereich der Intensiv- und Notfallmedizin durch DGNI-Präsident Prof. Dr. med. Georg Gahn M.B.A, Karlsruhe. Er betonte das hohe Potential der DGNI: „Wir haben sehr viel Engagement in die NeuroIntensivmedizin gesteckt. Mit unserem  Schwerpunkt in Wissenschaft und Forschung sind wir weiterhin eine wachsende Gesellschaft mit einer im letzten Jahr gestiegenen Zahl von Neurochirurgen. Ich bin begeistert von dem Feeling auf dem ANIM-Kongress. Unsere Themen stehen im Brennpunkt der Medizin!

Prof. Dr. Armin Grau, Präsident der DSG aus Ludwigshafen am Rhein, betonte die deutschlandweit gute Qualität der Akutversorgung mit über 300 zertifizierten Stroke Units und verwies auf eine aktuelle Untersuchung zur Sekundärprävention: „Wir haben eine Cluster-dominierte Studie zur Nachsorge initiiert, die gerade jetzt in 30 Zentren startet.“

Die ANIM 2019 bietet 200 spannende Vorträge, 100 Posterbeiträge und 8 Workshops. Der Kongress wird von einer umfangreichen Industrieausstellung begleitet, in der renommierte Unternehmen der Branche den neuesten Stand ihrer Entwicklungen präsentieren.

ENLS-Kurs mit 84 Teilnehmern: Erwartungen weit übertroffen!

Was ist bei einem neurologischen Notfall während der ersten kritischen Stunde in der Rettungsstelle und auf der Intensivstation zu tun? Nach der erfolgreichen Einführung des Emergency Neurologic Life Support (ENLS)-Kurses im letzten Jahr startete die zweite Runde am ersten Tag der ANIM mit 84 Teilnehmern. „Diese große Resonanz hat unsere Erwartungen noch weit übertroffen“, so ENLS-Kursleiterin Katja Wartenberg, Universitätsklinikum Leipzig, Klinik und Poliklinik für Neurologie.

Die große Anzahl von Teilnehmern aus Deutschland, Österreich und sogar aus Portugal spricht für das erfolgreiche Konzept und den Bedarf. Der Reanimationskurs für alle Neuro-Notfälle von Hirnblutung, Neurotrauma bis zur Myasthenen Krise vermittelt interdisziplinär Algorithmen, Protokolle und Checklisten für das Notfallmanagement in den ersten Stunden nach Eintreffen des Patienten mit 14 verschiedenen Krankheitsbildern. Er ist eine Hilfe zur Stärkung der Handlungskompetenz für medizinische Fachkräfte, um die Versorgung von neurologischen und neurochirurgischen Notfallpatienten zu verbessern. Hilfreich vor allem, wenn diese nicht von einem NeuroIntensivmediziner in Empfang genommen werden können, sondern in der Nacht, am Feiertag oder in einer Klinik ohne Neurologie zu versorgen sind.

Der von NeuroIntensiv-Medizinern und Notärzten entwickelte Kurs wird von zertifizierten ENLS-Trainern durchgeführt. Online kann ein Zertifikat erworben werden: http://www.neurocriticalcare.org/enls.