Aktuelle Meldungen

Logo ConiniZum ersten Mal organisiert die im Juni 2015 gegründete Brasilianische Gesellschaft für Neurointensivmedizin (Associação Brasileira de Neurointensivismo, kurz ABNI) ein wissenschaftliches Event dieser Art: Der Internationale Kongress für Neurointensivmedizin I, CONINI, findet am 13. und 14. Mai 2016 in Rio de Janeiro statt. Die DGNI hat hierfür ihre Unterstützung zugesagt und befindet sich damit in guter Gesellschaft. Auch die NCS (Neurocritical Care Society) gehört zu den fördernden und beitragenden Gesellschaften.

I CONINI-Kongresspräsident Dr. Pedro Kurtz, einer der führenden Neurointensivmediziner Brasiliens und Gründer der ABNI, erwartet bis zu 450 Teilnehmer. Das Programm beinhaltet neben allgemeinem wissenschaftlichen Austausch und Fortbildungsmöglichkeiten unter anderem die Entwicklung eines Curriculums für Ausbilder und den zukünftigen Ausbau auf dem Gebiet der NeuroIntensivmedizin. Mehr Informationen finden Sie auf der Website des Kongresses: http://conini.com.br/

Von links nach rechts sind zu sehen: Prof. Piek, Dr. Masomi, Prof. MeixensbergerDr. Naureen Keric und Dr. Julia Masomi erhielten den ersten DGNI-Nachwuchsförderungspreis für ihre „Untersuchungen zur Optimierung der minimal-invasiven Katheter-gestützten Therapie von intrazerebralen Blutungen mittels rtPA und Sonographie“. Die Forschungsergebnisse der beiden Neurochirurginnen von der Universitätsmedizin Mainz zeigen: Es gibt eine einfache Methode die Behandlung intrazerebraler Blutungen zu verbessern.

ANIM2016 Diskutierende MenschenBerlin! Berlin! Mit 1.580 Teilnehmern war die Arbeitstagung NeuroIntensivMedizin (ANIM) 2016 eine gelungene Veranstaltung. Der Beweis folgt auf dem Fuße mit gesammelten Eindrücken aus den Workhops, Tutorials, Symposien, der ANIM-Party oder der Posterausstellung.

Thomas Thiekötter, Julian Bösel, Jürgen MeixensbergerDer H.G. Mertens-Preis für innovative therapierelevante Forschung im Bereich der neurologischen Intensivmedizin und allgemeinen Neurologie geht in diesem Jahr an PD Dr. med. Julian Bösel von der Neurologischen Klinik der Universität Heidelberg.

Die Verleihung fand im Rahmen der Jahrestagung ANIM in Berlin statt. DGNI und DGN würdigten damit vor allem die wegweisende Arbeit des Preisträgers im Bereich Atemwegs- und Beatmungsmanagement von Patienten mit schweren ischämischen oder hämorrhagischen Schlaganfällen.

slide forschungDie IGNITE Sektion Klinische Studien der DGNI hat sich zur Durchführung gemeinsamer oligo- und multizentrischer Studienprojekte zusammengefunden mit dem Ziel, gemeinsam aktiv im Verbund zu forschen. So soll die deutsche neurointensivmedizinische Forschung auf ein aussagekräftigeres Niveau mit belastbaren Fallzahlen geführt werden. Die Mitglieder sind klinisch und wissenschaftlich aktive Neurologen und Neurochirurgen, die im Bereich Neurointensivmedizin – vielfach in verantwortlicher Funktion – arbeiten. Die Gruppe begann ihre Arbeit 2010 mit der Mission der Realisierung von klinischen Studien auf dem Gebiet der Neurointensivmedizin durch Netzwerkbildung mit Engagement und Transparenz. Inzwischen wurden einige retrospektive Studien, z.B. über die Behandlung der Hirnvenenthrombose, und Umfragestudien über Standards und Behandlungspfade auf den neurologischen und neurochirurgischen Intensivstationen veröffentlicht und prospektive Studien mit gezielten Fragestellungen auf den Weg gebracht.

Für den raumfordernden Hirninfarkt, der eine Hirnhälfte involviert, wurde die frühe Entfernung des Schädelknochens und der festen Hirnhaut über der betroffenen Hirnhälfte (Hemikraniektomie) im letzten Jahrzehnt als Standardtherapie etabliert. Dennoch blieben viele Fragen offen, wie zum Beispiel definitive diagnostische Kriterien zur Indikationsstellung der Hemikraniektomie, der beste Zeitpunkt für die Operation, neue Komplikationen und der Einfluss von einer systemischen Temperatursenkung (Hypothermie) auf das Langzeitbefinden. Diese Fragen werden gerade in der Registerstudie DESTINY-R und in der randomisierten Studie DEPTH-SOS (Hemikraniektomie versus Hemikraniektomie und Hypothermie) beantwortet. Die OPTIMAL Studie beschäftigt sich außerdem mit der Verbesserung des Blutdruckmanagements, um einen ausreichenden Blutfluss im geschädigten Gehirn beim raumfordernden hemisphäriellen Infarkt zu gewährleisten.

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Fünf Fachgesellschaften, die ebenfalls Gebiete und Aufgaben innerhalb des Fachgebietes NeuroIntensivmedizin vertreten, bezeichnet die DGNI als Nachbargesellschaften. Untereinander stehen diese Fachgesellschaften in gutem Kontakt, entsenden Mitglieder in gemeinsame Arbeitsgruppen oder führen gemeinsam Veranstaltungen durch.