| Direct comparison of cerebrovascular effects of norepinephrine and dopamine in head-injured patients |
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Steiner LA, Johnston AJ, Czosnyka M, Chatfield DA, Salvador R, Coles JP, Gupta AK, Pickard JD, Menon DK BEWERTUNGSSYSTEM***** = hervorragende Arbeit
Zielstellung:Die vorliegende Studie sollte den zerebrovaskulären Effekt von Norepinephrin und Dopamin bei Patienten mit akuter Hirnverletzung vergleichen. Design:Es handelt sich um eine randomisierte Cross-over-Studie, in die 10 Patienten mit akutem Schädel-Hirn-Trauma (SHT) eingeschlossen wurden, die zur Aufrechterhaltung eines zerebralen Perfusionsdruckes von 65 mmHg vasoaktive Substanzen erhalten mussten. Einschlusskriterien waren ein Alter > 16 Jahre, ein schweres Schädel-Hirn-Trauma nach Glasgow-Coma-Scale (GCS) < 8 oder ein moderates SHT (GCS < 12) mit sekundärer Verschlechterung bis zum GCS < 8. Die Medikation mit Propofol und Fentanyl sowie Beatmung waren erlaubt. Zunächst wurde während der Infusion der jeweiligen Substanz der zerebrale Perfusionsdruck (CPP) auf 65 mmHg adjustiert, jeweils 20 min nach hämodynamischer Stabilisierung über eine Dosissteigerung auf 75 mmHg angehoben, dann auf 85 mmHg. Nach weiteren 20 min wurde die Infusionsrate reduziert, bis wieder ein CPP von 65 mmHg erreicht war. Anschließend wurde das Protokoll mit der jeweils anderen Substanz wiederholt. Aufgezeichnet wurde der mittlere arterielle Druck über die A. radialis, der ICP über eine intraparenchymatöse Sonde und der end-tidale CO2-Wert. Außerdem wurde über eine bilaterale transkranielle Dopplersonographie (TCD) die mittlere Flussgeschwindigkeit der Aa. cerebri mediae gemessen, um Veränderungen des zerebralen Blutflusses (CBF) zu erfassen. PaCO2 und Körpertemperatur wurden konstant gehalten. Wichtige Resultate:Norepinephrin führte zuverlässig zu einem signifikanten Anstieg der Flussgeschwindigkeit bei jedem Schritt der Steigerung des CPP (57,5 + 19,9 cm/sec, 61,3 + 22,3 cm/sec, 68,4 + 24,8 cm/sec). Die Veränderungen unter Dopamin waren dagegen variabel und inkonstant (61,5 + 19,4 cm/sec, 64,6 + 20,2 cm/sec, 67,2 + 20,9 cm/sec). Während für Norepinephrin die Flussgeschwindigkeiten der einzelnen Stufen sich jeweils signifikant unterschieden, war dies für Dopamin nicht der Fall. Allerdings lagen auch keine signifikanten Differenzen zwischen den jeweiligen Werten der beiden Substanzen vor. Schlussfolgerungen:Die Autoren ziehen den Schluss, dass Norepinephrin voraussagbar und effizient den CPP bei Patienten mit schwerem SHT anzuheben vermag und gegenüber Dopamin vorzuziehen sei.
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