| Predicting outcome after traumatic brain injury: practical prognostic models based on large cohort of international patients |
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MRC CRASH Trial Collaborators
BEWERTUNGSSYSTEM***** = hervorragende Arbeit
Zielstellung:Zielsetzung der Studie war die Entwicklung eines Modells zur Prognoseeinschätzung von traumatischen Hirnläsionen. Besonderes Augenmerk lag dabei auf der Praktikabilität und der universellen Einsetzbarkeit - das entwickelte Modell berücksichtigt daher unter Anderem das Einkommenslevel des jeweiligen Landes. Design:In die Studie wurden 10.000 erwachsene Patienten aufgenommen, deren Schädel-Hirn-Trauma (SHT) weniger als 8 Stunden zurück lag und deren ermittelter Glasgow Coma Scale (GCS) maximal 14 Punkte betrug. Wichtige Resultate:
Daraus wird in der Studie eine lineare Beziehung zwischen höherem Alter (grösser 40J) und Mortalitätsanstieg sowie zwischen niedrigerem GCS und Mortalitätsanstieg gefolgert. Interessant dabei: Die 14-Tages-Mortalität war in Ländern mit niedrigerem Einkommenslevel höher. Die 6Monats-Mortalität war dagegen unabhängig vom Standard des jeweiligen Landes. In Ländern mit niedrigerem Einkommenslevel war das Alter der wichtigste Prognosefaktor. Bei höherem Einkommenslevel dagegen stellte der GCS den wichtigsten Indikator dar. Die Pupillenreaktion war unabhängig vom Bruttosozialprodukt der dritt wichtigste Prognosefaktor. Im erweiterten CT-Modell wurde der Verschluss der 3. Ventrikels oder ein nicht ausgeräumtes Hämatom stets mit höherer Mortalität verbunden. Schlussfolgerung:Mit den vorgeschlagenen Modellen und deren web basierter Umsetzung ist es somit möglich, eine schnelle und weltweit einheitliche Prognose zu erstellen. Die Einbeziehung von demographischen und wirtschaftlichen Daten ergibt dabei eine deutlich präzisere Vorhersage als bisher. Das favorisierte Basis-Modell und dessen Erweiterung ("CT-Model") sind dabei so entworfen, dass eine größtmögliche Praktikabilität erreicht werden konnte. Kommentar:Eine Einschätzung der Prognose ist wichtige Grundlage für therapeutische Entscheidungen des Klinikers. Mit dieser Studie wurden ihm leicht zugängliche Modelle zur Einschätzung von Patienten mit traumatischer Hirnläsion an die Hand gegeben. Die Ergebnisse der Studie korrelieren dabei mit vorangegangen Studien für Länder mit einem hohen Einkommenslevel. Bisher nicht oder nur kaum beachtete Punkte wie extrakranielle Verletzungen oder leichtes SHT wurden erstmalig mit in eine Studie dieser Art einbezogen. Insgesamt handelt es sich um eine gut durchgeführte Studie, die einige neue Erkenntnisse in sich birgt. Darüber hinaus gibt sie dem Kliniker ein Werkzeug an die Hand, welches zu einer schnellen Prognoseeinschätzung führen kann. |
