| Prediction of poor outcome within the first 3 days of postanoxic coma |
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Zandbergen EG, Hijdra A, Koelman JH, Hart AA, Vos PE, Verbeek MM, de Haan RJ; PROPAC Study Group In: Neurologie 2006; 66: 62-68 BEWERTUNGSSYSTEM***** = hervorragende Arbeit
Zielstellung:Bestimmung der Aussagekraft von klinischen und apparativen Befunden wie NSE, SEP, EEG im Hinblick auf ein schlechtes Behandlungsergebnis in der Frühphase (erste 3 Tage) nach überstandener Hypoxie (postanoxisches Koma über 72h). Design:Prospektive, multizentrische Beobachtungsstudie an n = 407 konsekutiven holländischen Patienten, ohne geplante Intervention. Resultate:Ein „schlechtes outcome“ (komatös nach 72 h) wurde in 87% entsprechend 356 Patienten beobachtet. Innerhalb dieser Patientengruppe zeigten die 301 durchgeführten SEP-Ableitungen in 45% (also bei 136 Fällen) den beidseitigen Ausfall kortikaler Antworten. Unabhängig vom Ableitungszeitpunkt innerhalb der ersten 3 Tage und auch von einer evtl. späteren SEP-Befundbesserung blieb jeder zerebrale einmalige SEP-Verlust stets mit Koma nach 72 h verknüpft. Erhöhte NSE-Spiegel zu irgendeinem Zeitpunkt (> 33 µg/l) waren ebenfalls stets mit schlechtem Outcome assoziiert, sie lagen in 138 von 231 untersuchten Patienten vor. In Bezug auf die Befundkonstellationen (ungünstige SEP und NSE) bestand keine vollständige Überlappung. Ungünstige klinische Zeichen (Hirnstammreflexe, Myoklonien, motorische Komaskalen) waren diesen Befunden hinsichtlich der Verknüpfung mit schlechtem Krankheitsverlauf unterlegen. Schlussfolgerung:Die Voraussage des schlechten Outcome nach zerebraler Hypoxie ist innerhalb von 3 Tagen basierend auf SEP- und NSE-Befunden möglich. Derartige Aussagen sind in einer substanziellen Fallzahl bereits 24 Stunden nach dem Hypoxieereignis zu treffen. Kommentar:Die Arbeit widmet sich vielen interessanten Fragen zur Komaprognose nach Hypoxie und geht insbesondere der Frage nach, was sich innerhalb der ersten 3 Tage nach Hypoxie sinnvoll bestimmen bzw. elektrophysiologisch messen lässt. Bestätigt wird der Wert der SEP-Untersuchung für diese Patienten insofern, als dass ein SEP-Verlust bereits innerhalb der ersten 24 oder auch 48 Stunden stets mit fehlender klinischer Erholung verknüpft war. Diese sehr sorgfältig durchgeführte Untersuchung zeigte kein falsch-positives NSE-Testresultat bei einem relativ niedrig gewählten cut-off-Wert. |
