| Potential for organ donation in the United Kingdom: audit of intensive care records |
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Kerri Barber, Sue Falvey, Claire Hamilton, Dave Collett, Chris Rudge BEWERTUNGSSYSTEM***** = hervorragende Arbeit
Zielstellung:Prospektive Datenerfassung zur Identifikation potenzieller Organspendemöglichkeiten über 2 Jahre und Darstellung der Gründe für Misslingen bei potenziellen Spendern. Design:Erfassung von Todesfällen (n=46801) in 341 Britischen Intensivstationen im Hinblick auf Wichtige Resultate:Unabhängig vom Alter und Geschlecht des Spenders verweigerten Angehörige die Organspende in 41% der Fälle, allerdings mit doppelter Rate bei ethnischen Minderheiten (um 70%). Bei 15% der potenziellen Spendern wurde kein Kontakt zu Angehörigen zur Frage der Organspende aufgezeichnet. Obwohl 94% der Familien angesprochen wurden, liegt die maximal erreichbare Spenderrate von ca. 23 pro Mio Ew. immer noch deutlich unterhalb der von Spanien (33 pro Mio Ew.). Schlussfolgerung:Viele Intensivstationen im UK erwägen die Organspende rechtzeitig bei geeigneten Patienten. Die größte Hürde zur Organspende liegt im verweigerten Einverständnis der Angehörigen. Kommentar:Nach landesweiter prospektiver Datenerhebung werden die Hindernisse im UK auf dem Weg zur Organspende beim schwerst und zumeist primär neuromedizinisch erkrankten Intensivpatienten analysiert. Nach dem bedeutendsten Problem der fehlenden Zustimmung (41% Ablehnungsrate) stellt auch die Häufigkeit der durchgeführten Hirntodbestimmung bei in Frage kommenden Patienten (69%, d.h. ein Problem in 39% der Fälle) einen signifikanten Beitrag zum Misserfolg dar. Hier bieten die Autoren keinen Erklärungsansatz und verweisen auf eine neue gesetzliche Regelung, die in UK dem Willen des Betroffenen unbedingten Vorrang vor den Auffassungen der Angehörigen einräumt, z.B. wenn diese Bedenken äußern. Ob hiervon eine Lösung zu erwarten ist (vgl. Verhältnisse hierzulande) wird gar nicht erst im internationalen Vergleich erwogen oder diskutiert. Die Analyse der nicht stattfindenden Hirntod-Diagnostik wird ausgeblendet, die Akzeptanz des Konzeptes in der Bevölkerung gar nicht angesprochen. Literatur:Förderreuther S, Angstwurm H (2003). Organspende in Deutschland. Dtsch Med Wochenschr 128: 2437-2440.
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