DEcompressive Surgery for the Treatment of malignant INfarction of the middle cerebral arterYRegistry

Dekompressionsoperation für die Behandlung des malignen Mediainfarkts – Register

Prof. Dr. Eric Jüttler Dr. med. Hermann Neugebauer

Koordinator: PD Dr. Eric Jüttler, M.Sc. (Neurozentrum der Universität Ulm)
Stellv. Koordinator: Dr. Hermann Neugebauer, M.Sc. (Universitäts- und Rehabilitationskliniken Ulm)

Stand der Studie: Rekrutierung abgeschlossen

 


Hintergrund

Patienten mit raumfordernden Infarkten einer Großhirnhemisphäre, so genannten „malignen“ Mediainfarkten, haben auch bei maximaler konservativer intensivmedizinischer Therapie eine sehr schlechte Prognose. Nur etwa 20% der Patienten überleben einen raumfordernden Hirninfarkt im Mediastromgebiet. Eine Behandlungsalternative stellt die frühe operative Dekompressionstherapie (dekompressive Hemikraniektomie) dar. Randomisierte kontrollierte Studien, die eine rein konservative Therapie mit der dekompressiven Hemikraniektomie verglichen, zeigten eine deutliche Reduktion der Letalität durch die Operation und gleichzeitig erhöhte die Operation weder relativ noch absolut die Zahl bettlägeriger und pflegebedürftiger Patienten, was in der Vergangenheit immer wieder befürchtet worden war. Zudem verdoppelte sich durch die operative Therapie die Chance, mit einer vergleichsweise geringen Behinderung zu überleben. Allerdings waren nach einem Jahr nahezu ein Drittel der Patienten und damit etwa 40% der Überlebenden schwer behindert. Dem gegenüber stehen etwa 8% der Überlebenden mit schwerer Behinderung unter konservativer Therapie.

Aus diesem Grund wird die Entscheidung für ein operatives Vorgehen beim malignen Mediainfarkt nach wie vor individuell getroffen. Dies gilt insbesondere für ältere Patienten und Patienten mit Infarkten der sprachdominanten Hemisphäre. Hinsichtlich dieser Patientengruppen war die Anzahl der in den randomisierten Studien behandelten Patienten zu gering, um verlässliche Aussagen zur Überlegenheit der Operation zu treffen. In gleicher Weise konnten die Fragen, ob eine frühe Behandlung einer abwartenden Haltung mit engmaschigem Monitoring überlegen ist, welche prognostischen Faktoren das klinische Ergebnis beeinflussen und wie die Akzeptanz von bleibender Behinderung unter den Überlebenden einzuschätzen ist, bislang nicht ausreichend beantwortet werden. Für verlässliche Aussagen waren die Patientenzahlen jeweils zu klein.

Neben der Untersuchung dieser Fragestellungen soll DESTINY-R die Umsetzung der Ergebnisse der Studien, also die tatsächliche Anwendung der operativen Therapie im klinischen Alltag, untersuchen. Um ein möglichst genaues Abbild der realen Verhältnisse zu schaffen, kann jeder Patient mit einem potentiell raumfordernden Mediainfarkt (hier definiert als Infarktausdehnung größer als 50% des Mediastromgebietes) in das DESTINY-Register eingeschlossen werden.

Detaillierte Studienbeschreibung

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Studienprotokoll
DESTINY R

Teilnehmende Zentren

Neurozentrum der Universität Ulm
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
Städtisches Krankenhaus Dresden Neustadt
Universitätsklinikum Düsseldorf
Klinikum Duisburg
Klinikum Emden Hans-Susemihl-Krankenhaus
Universitätsklinikum Erlangen
Universitätsklinikum Frankfurt
Neurologische Universitätsklinik Freiburg
Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau
Universitätsklinikum Halle (Saale)
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Medizinische Hochschule Hannover
Universitätsklinik Heidelberg Neurologische Klinik
Universitätsklinikum Jena
Neurologische Universitätsklinik Köln
Universitätsklinikum Leipzig
Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Ludwig-Maximilians-Universität München
Klinikum rechts der Isar Technischen Universität München Neurokopfzentrum
Klinikum Nürnberg Süd Neurologie
Klinikum Nürnberg Süd Neurochirurgie
Ernst von Bergmann Klinikum Potsdam
Universitätsklinikum Regensburg
Klinikum Rosenheim
Eberhard Karls Universität Tübingen
Ammerland-Klinik GmbH Westerstede

Finanzierung

Keine

Kontakt

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Dr. Hermann Neugebauer, M.Sc., Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!