Retrospektive Studie zur Myasthenen Krise auf Neurointensivstationen

Henning Stetefeld Bernd Neumann Christian Dohmen Angstwurm Klemens

Koordinatoren: Dr. Henning Stetefeld (Universitätsklinik Köln), Dr. Bernhard Neumann (Klinik der Universität Regensburg)
Stellv. Koordinatoren: Prof. Dr. Christian Dohmen (Universitätsklinik Köln), PD Dr. Klemens Angstwurm (Klinik der Universität Regensburg)

Stand der Studie: Datenakquise


Hintergrund

Lebensbedrohliche Komplikationen treten in ca. 15–20% der Myasthenie-Fälle auf und führen in der Regel zu einer respiratorischen Insuffizienz, die eine mechanische Beatmung auf einer spezialisierten Intensivstation nötig macht. Auch wenn die Mortalität der Myasthenen Krise (MK) deutlich gesenkt werden konnte (in Deutschland ca. 2–3%) stehen intensivmedizinische Maßnahmen und die immunmodulatorische Therapie der Krise auf niedrigem Evidenzniveau, Daten zum Outcome nach einer Krise existieren kaum. Inwieweit und welche Komorbiditäten und Komplikationen schließlich die Letalität und das Outcome beeinflussen, ist bislang ebenfalls kaum untersucht.

Unter Umständen wirkt sich beispielsweise eine früher Tracheotomie positiv auf den intensivmedizinischen Verlauf aus und damit auf Parameter wie Komplikationsraten, Langzeiterholung der Patienten und damit schließlich auf Behandlungskosten.

Fragestellung

Untersuchung der Behandlungs- und Beatmungsstrategien der myasthenen Krise der letzten 10 Jahre (1.1.2006–September 2015) auf neurologischen Intensivstationen. Es sollen hierdurch Faktoren und Komplikationen identifiziert werden, die zu einer prolongierten mechanischen Beatmung beitragen bzw. Faktoren bestimmt werden, die zu einer Verkürzung der Hospitalisierung führen und ein gutes Outcome begünstigen.
Mit einer retrospektiven Untersuchung können ggf. ein günstiger Zeitpunkt bzw. relevante Faktoren für eine solche Intervention herausgestellt werden. Mit einer solchen Untersuchung wie der unseren kann ggf. auch bestimmt werden, inwieweit sich die Wahl der immunmodulatorischen Behandlung auswirkt. Die Ergebnisse der Studie sollen Grundlage für weitere prospektive Studien sein.

Methode

Deutschlandweite, multizentrische, retrospektive Studie. Einschlusskriterien: intensiv- und beatmungspflichtige Patienten mit Myasthenia gravis, Ausschlusskriterien: nicht Myasthenie-bedingte Beatmungs/Intensivpflicht, andere myasthene Syndrome.
Pseudonymisierte, elektronische Dateneingabe in Datenbank.

Detaillierte Studienbeschreibung

Bei Teilnahme an der Studie kann das CRF angefordert werden.

Teilnahmevoraussetzungen

Neurologische Intensivstation

Teilnehmende Zentren

Bisher teilnehmende Zentren (3): Universitätsklinik Köln, Universitätsklinikum Regensburg, Charité Mitte Berlin
Zentren in Vorbereitung (8): Erlangen, Dortmund, Kassel, UK Freiburg, UK Frankfurt, UK Gießen/Marburg, Mönchengladbach, Heidelberg

Finanzierung

Keine

Kontakt

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