| DEPTH-SOS |
DEcompressive Surgery Plus HypoTHermia in Space-Occupying Stroke
Koordinator: PD Dr. Rainer Kollmar (Universitätsklinikum Erlangen) Bisher teilnehmende Zentren (5): Erlangen, Berlin, Freiburg, Heidelberg, PI Bösel Stand der Studie: Rekrutierend – weitere Teilnehmer willkommen Hintergrund:Patienten mit raumfordernden Infarkten einer Großhirnhemisphäre, so genannten malignen Mediainfarkten, haben auch bei maximaler konservativer intensivmedizinischer Therapie eine sehr schlechte Prognose. Es überleben nur etwa 30% der Patienten. Eine Alternative stellt die operative Dekompressionstherapie (Hemikraniektomie) dar. Randomisierte Studien zeigen nicht nur eine deutliche Reduktion der Letalität nach zusätzlicher operativer Therapie, sondern auch, dass der Anteil sehr schwer behinderter Patienten unter den Überlebenden mit 4 bis 5% bei beiden Therapieoptionen relativ gering ist. Dennoch versterben auch nach früher Hemikraniektomie noch etwa 20% der Patienten und von den Überlebenden bleiben etwa 40% schwer behindert. Hier stellt sich die Frage nach zusätzlichen Therapieoptionen, die das Langzeitergebnis verbessern könnten, insbesondere neuroprotektive Maßnahmen. Induzierte Hypothermie wird bei einer Vielzahl schwer kranker Patienten zum Schutz vor weiterer Hirnschädigung (Neuroprotektion) teilweise erfolgreich eingesetzt. Einzelne Pilotstudien beim akuten Schlaganfall lassen annehmen, dass die Methode wahrscheinlich sicher und durchführbar ist. Einzelne kleinere Studien bei Patienten mit malignen Mediainfarkten zeigten einen deutlichen Effekt auf die Letalität und eine Verbesserung des klinischen Ergebnisses im Vergleich zur konservativen Therapie. Eine sehr kleine prospektive randomisierte Studie zur zusätzlichen Hypothermie bei Hemikraniektomie vergichen mit der Hemikraniektomie ohne Hypothermie zeigte aufgrund methodischer Schwächen und aufgrund der sehr kleinen Patientenzahl keine schlüssigen Ergebnisse.
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| Studienprotokoll DEPTH-SOS |
Status: Rekrutierend
Durchführende:
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Finanzierung:
Die Studie wird als Gemeinschaftsprojekt durch die Hauptprüfer der teilnehmenden Zentren getragen. Eine explizite Förderung liegt nicht vor
Teilnahmevoraussetzungen:
- Vorhandensein einer neurochirurgischen Abteilung und Neuro-Intensivstation
- Möglichkeit der intravasalen Kühlung
Kontakt:
Jens Witsch
mail:
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Dr. Julia Flechsenhar
mail:
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