EARLYdrain

Frühe lumbale Drainage nach aneurysmatischer Subarachnoidalblutung

Jens Witsch

Koordinator: Dr. Stefan Wolf (Charité Berlin)
Stellv. Koordinator: Jens Witsch (Charité Berlin)

Bisher teilnehmende Zentren (10): Berlin, Freiburg, Erlangen, Dresden, Gießen, Heidelberg, Mainz, München, Neubrandenburg, Tübingen 

Stand der Studie: Positive Ethikvoten liegen vor: EK der Universität Erlangen, EK der Bayrischen Landesärztekammer. Weitere sind in Bearbeitung. Die Rekrutierung (300 Patienten) ist voraussichtlich im Herbst 2012 abgeschlossen.




Hintergrund:

Patienten mit einer Subarachnoidalblutung (SAB) aus einem Hirngefäß-Aneurysma sind im Wesentlichen durch zwei medizinische Probleme gefährdet. Zum einen kann eine zweite, oft schwerer verlaufende Hirnblutung -  meist aus dem selben Aneurysma – auftreten und zum anderen können die Patienten eine Verkrampfungsreaktion der Blutgefäße des Gehirns erleiden, den sogenannten Vasospasmus. Das erste dieser Probleme wird durch eine frühzeitige Behandlung der Blutungsursache behoben (entweder durch operatives „Clipping“ oder interventionelles „Coiling“).
Der Vasospasmus ist schwieriger zu behandeln. Die Wahrscheinlichkeit des Auftretens eines symptomatischen Vasospasmus nach aneurysmatischer Subarachnoidalblutung beträgt je nach Definition zwischen 30 und 60 %. Die Folgeerscheinungen eines Vasospasmus der Hirngefäße können bleibende neurologische Defizite bis hin zum Tod durch einen schweren Infarkt des Gehirngewebes sein. Der Mechanismus, der zum Vasospasmus führt, ist nur unvollständig bekannt. Die bisher einzige bekannte vorbeugende Behandlung ist die Gabe des Kalzium-Antagonisten Nimodipin.
Man geht davon aus, dass das in den Subarachnoidalraum austretende Blut entscheidend ist für das Auftreten von Vasospasmus. Retrospektive Studien haben Hinweise dafür geliefert, dass eine frühzeitige Entfernung dieses Blutes über eine lumbale Drainage, die Inzidenz des Vasospasmus deutlich verringert (Klimo et al., 2004; Kwon et al., 2008)


Fragestellung:

Verbessert frühe lumbale Drainage nach aneurysmatischer SAB das klinische Ergebnis der Patienten bzw. verringert sie das Auftreten von zerebralem Vasospasmus?


Methode:

Unmittelbar nach operativer/interventioneller Versorgung des Aneurysmas wird in einer Gruppe von Patienten eine lumbale Drainage eingebracht und über mehrere Tage kontrolliert 5 ml/h Liquor gefördert. Das Auftreten von Vasopsamus wird mittels einer Angiographie/CTA/MRA der zerebralen Gefäße nach 7-10 Tagen nach SAB evaluiert. Das klinische Ergebnis wird nach 6 Monaten mittels persönlicher Befragung oder telefonischem Interview ermittelt unter Zuhilfenahme der modified-Rankin-Skala (mRS). Die ermittelten Parameter werden mit denen einer Vergleichsgruppe verglichen, die keine lumbale Drainage nach SAB erhalten hat. Die Zuteilung der Studienteilnehmer zu den beiden Gruppen erfolgt durch Randomisierung (für Details zu EARLYdrain beachten Sie bitte das Studienprotokoll).


Detaillierte Studienbeschreibung:

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Studienbeschreibung
EARLYdrain


Status:

In Berlin werden bereits Patienten rekrutiert (Stand 4. Juli 2011: n = 7), die Zentren Erlangen und München Bogenhausen sind initiiert und können Patienten einschliessen.


Durchführende:

Leiter der Gesamtstudie:
Dr. Stefan Wolf (Berlin)


Stellvertretender Leiter der Gesamtstudie:
Jürgen Bardutzky (Freiburg)

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  4. Dresden: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
  5. Gießen: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
  6. Heidelberg: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
  7. Mainz: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
  8. München: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
  9. Neubrandenburg: PI Fritsch
  10. Tübingen: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

Finanzierung: Keine


Teilnahmevoraussetzungen:

Im teilnehmenden Zentrum muss eine neurochirurgische Abteilung vorhanden sein, die mindestens ca. 30 Patienten / Jahr mit aneurysamtischer Subarachnoidalblutung behandelt.

 

Kontakt:

Dr. Stefan Wolf
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Jens Witsch
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Literatur: