| LUCAS-IVH – LUmbar CAtheters in Severe IntraVentricular Hemorrhage |
Lumbale Liquordrainage bei Patienten mit ICB, schwerer Ventrikelblutung und kommunizierendem posthemorrhagischem Hydrozephalus
Koordinator: Dr. Dimitre Staykov (Universitätsklinikum Erlangen) Bisher teilnehmende Zentren (1): Universitätsklinikum Erlangen-Nürnberg – weitere Teilnehmer willkommen Stand der Studie: Derzeit rekrutierend Hintergrund:Die intraventrikuläre Blutung (intraventrikuläre Hämorrhagie, IVH) ist eine der häufigsten Komplikationen der intrazerebralen Blutung (ICB) und betrifft bis zu 50% aller ICB-Patienten. In ca. einem Drittel dieser Patienten verlegt das intraventrikuläre Blut den 3. und 4. Ventrikel, wodurch die lebensbedrohliche Komplikation eines akuten obstruktiven Hydrozephalus zustande kommt. In solchen Fällen ist die notfallmäßige Anlage einer externen Ventrikeldrainage (EVD) indiziert, um den Liquorabfluss zu gewährleisten und den Anstieg des intrakraniellen Drucks zu verhindern. Die zusätzliche intraventrikuläre Gabe fibrinolytischer Substanzen (z.B. rt-PA) über die EVD ermöglicht eine schnellere Auflösung der IVH und die Wiederherstellung der Kommunikation zwischen den inneren und den äußeren Liquorräumen. Der Großteil der Patienten entwickelt trotzdem einen fortbestehenden malresorptiven Hydrozephalus, vermutlich durch Schädigung der Arachnoidea durch im Liquor befindliche Blutabbauprodukte. So besteht weiterhin der Bedarf einer Liquorableitung. Bei ca. einem Drittel der Patienten entsteht als Langzeit-Komplikation ein permanenter HC mit der Notwendigkeit einer Shunt-Implantation. Aus unseren bisherigen Untersuchungen (Staykov & al. Stroke 2009) ergeben sich Hinweise, dass die intraventrikuläre Fibrinolyse in Kombination mit der frühen Anlage einer lumbalen Drainage (LD) zu einer deutlichen Reduktion der Inzidenz permanenter Liquorresorptionsstörungen und somit der Shunt-Implantationen bei solchen Patienten führt. Möglicherweise kann dieser Effekt durch die frühe Entfernung von Blut und Blutabbauproduken aus dem Subarachnoidalraum, dem Ort, wo die Liquorresorption stattfindet, erklärt werden. Die von uns initiierte LUCAS-IVH Studie (LUmbar CAtheters for Severe IntraVentricular Hemorrhage) soll bei Patienten mit ICB und schwerer IVH, die mit einer interventrikulären Fibrinolyse behandelt wurden, den Effekt der zusätzlichen Anwendung einer LD auf die Inzidenz permanenter Liquorresortionsstörungen im randomisierten Design untersuchen.
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- Universitätsklinikum Erlangen-Nürnberg: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Finanzierung: Keine
Teilnahmevoraussetzungen:
- Neurologische/Neurochirurgische Intensivstation
- Erfahrung mit lumbaler Liquordrainage
Kontakt:
Dr. Dimitre Staykov
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Dr. Hagen B. Huttner
mail:
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