Long-term outcome after Guillain-Barré-Syndrome and mechanical ventilation
Jens Witsch Prof. Dr. Eric Jüttler

Koordinator: Jens Witsch (Berlin)
Stellv. Koordinator: Eric Jüttler (Berlin)

Bisher teilnehmende Zentren (10): Berlin, Dresden, Erlangen, Freiburg, Jena, Köln, München, Regensburg, Leipzig, Gießen

Stand der Studie: Positive Ethikvoten liegen vor: EK der LMU München. Weitere sind in Bearbeitung. Es werden insgesamt ca. 130 Patienten in die Studie eingeschlossen werden. Die Datenerhebung wird bis zum 15. August 2011 abgeschlossen sein. Die erste Fassung eines zusammenfassenden Manuskripts wird bis 30. September vorliegen.




Hintergrund:

In der Mehrzahl der Fälle ist die Prognose nach Guillain-Barré-Syndrom (GBS) günstig. Es versterben jedoch ca. 3-10% der Betroffenen. Der Anteil der Patienten mit einem ungünstigen klinischen Ergebnis ist am höchsten unter den Patienten, die auf einer Intensivstation behandelt werden mussten und zumindest während der Akutphase maschinell beatmet wurden.Das heutige Wissen über diese schwere Verlaufsform des GBS leitet sich von Studien ab, die auf Grundlage der Daten eines Patientenkollektivs aus den 1970er bis 1990er Jahren durchgeführt wurden.  Während und nach dieser Zeitspanne haben sich therapeutische Ansätze teilweise grundlegend geändert. So hat die therapeutische Gabe intravenös verabreichter Immunglobuline (IVIG) an Bedeutung gewonnen, während sich besipielsweise die alleinige Gabe von Glukokortikoiden als nicht zielführend herausgestellt hat. Deshalb ist es wahrscheinlich, dass die genannten Studien nicht das klinische Langzeit-ergebnis heutiger Patientenkollektive widerspiegeln, die aufgrund eines GBS maschinell beatmet wurden. Desweiteren sind einige Aspekte des Outcome und der Lebensqualität bisher nicht ausreichend in grossen Patientenkollektiven erforscht worden. Dies trifft beispielsweise für chronische Müdigkeit zu, von der man empirisch annimmt, dass sie wahrscheinlich eine wesentliche Rolle bei der Beeinträchtigung der Lebesnqualität der Patienten spielt. Deshalb ist das Ziel der aktuellen Studie die Erhebung des klinischen Langzeit-Ergebnisses und der Lebensqualität von Patienten mit schwerer Verlaufsform eines GBS (definiert als Z.n. machineller Beatmung) mindestens 1 Jahr nach Symptombeginn.


Fragestellung:

Wie ist das klinische Langzeitergebnis und die Lebensqualität nach schwerem beatmungspflichtigen Guillain-Barré-Syndrom?


Methode:

Alle Patienten mit der Diagnose eines GBS, in dessen Rahmen innerhalb des Zeitraums Januar 1999 bis August 2010 auf einer Intensivstation eine maschinelle Beatmung durchgeführt wurde, können in die Studie eingeschlossen werden, sofern das Einverständnis  der Patienten gegeben und dokumentiert ist. Es werden einerseits klinische Daten aus der Krankenakte erhoben, die ggf. als Prädiktoren für das klinische Ergebnis identifiziert werden könnten (z.B. Latenz zwischen Symptombeginn und Therapiebeginn; Art der Therapie; vorangegangene Infektion; Ergebnis der Liquoranalyse; elektromyographisch nachgewiesener Nervenschaden u.v.m.). Andererseits wird anhand von 4 klinischen Scores das klinische Ergebnis und die Lebensqualität im Intervall nach stattgehabtem GBS gemessen (GBS-disability-scale; Barthel-Index; EQ-5D; Fatigue Severity scale). Letzteres geschieht mittels eines standardisierten Telefon-Interviews.


Detaillierte Studienbeschreibung:

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Studienprotokoll


Status:

Alle Patienten, die die Einschlusskriterien erfüllen sind identifziert. Aktuell wird die Nachbefragung durchgeführt.


Durchführende:

Jens WitschLeiter der Gesamtstudie:
Jens Witsch (Berlin)


Prof. Dr. Eric JüttlerStellvertretender Leiter der Gesamtstudie:
Eric Jüttler (Berlin)

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  2. Dresden: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
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  4. Freiburg: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
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  6. Köln: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. / Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
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  9. Leipzig: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
  10. Gießen: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

Finanzierung: Keine

Teilnahmevoraussetzungen:

  • Vorhandensein einer Intensivstation
  • Innerhalb der vergangenen 10 Jahre sollten mindesten 8-10 Fälle identifiziert werden, bei denen die Einschlusskriterien erfüllt sind.


Kontakt:

Jens Witsch
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Eric Jüttler
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Literatur: