Update NeuroIntensiv Deutschland – Gibt es Standards?

Anonyme Befragung deutscher NeuroIntensivstationen zu Monitoring, Standards und Ziellaborwerten

Dr. med. Julian Bösel PD Dr. med. Christian Dohmen
Koordinator: Dr Julian Bösel (Universitätsklinikum Heidelberg)
Stellv. Koordinator:
PD Dr. Christian Dohmen (Uniklinik Köln)

Bisher teilnehmende Zentren (2): Heidelberg, Köln – weitere Zentren sind für die Durchführung nicht vorgesehen

Stand der Studie: Entwurf eines Probefragebogens, Probeversendung steht bevor, Adressatenliste in Arbeit, Erstellung eines elektronischen Fragebogens nach Rücklauf der Probeversendung geplant




Hintergrund:

Auf Intensivstationen für hirngeschädigte Patienten kommen zahlreiche und ganz verschiedene Monitoringverfahren, Diagnose- oder Prognosescores und Therapiealgorithmen zur Anwedung. Vielfach wird versucht, die Situation des Patienten zu verbessern oder zu stabilisieren, indem Zielwerte für bestimmte Monitoringparameter oder Laborwerte  angestrebt werden. Die Evidenzlage dafür ist trotz zahlloser Veröffentlichungen letztlich hinsichtlich des Effekts auf das Patientenoutcomes schwach. Ob außerhalb von Studien, Empfehlungen oder Leitlinien diesbezüglich auf deutschen Intensivstationen überhaupt ein gewisser Konsens existiert, ob sich Standards ähneln, in welchen Situationen ein bestimmtes Monitoring gewählt wird, wann und wie auf Laborwerteänderungen reagiert wird und welchem Zweck bestimmte Maßnahmen dienen, sind vollkommen offene Fragen.


Fragestellung:

Gibt es auf deutschen neurologischen oder neurochirurgischen Intensivstationen Standards oder Gemeinsamkeiten in den Bereichen Stationscharakteristika, Scores, Monitoring und Ziellaborwerte?


Methode:

Umfrage mittels elektronischem Fragebogen, der per Mail an eine Stichprobe von deutschen neurologischen, neurochirurgischen oder interdisziplinär neurologisch/neurochirurgischen Intensivstationen verschickt wird. Statistische Analyse zu Kennzahlen und Korrelationen.


Status:

Der Entwurf des Fragebogens ist abgeschlossen und wird z.Zt. als Probelauf an wenige Zentren versandt. Nach dem Rücklauf wird der elektronische Fragebogen erstellt. Parallel läuft die Erstellung der Adressatenliste. Die Durchführung der Studie ist für die zweite Hälfte 2011 geplant.


Durchführende:

Dr. med. Julian BöselLeiter der Gesamtstudie:
Julian Bösel (Heidelberg)


PD Dr. med. Christian DohmenStellvertretender Leiter der Gesamtstudie:
Christian Dohmen (Köln)

Dr. med. Christina KowollStudienärztin:
Christina Kowoll (Köln)

Weitere Zentren sind für die Durchführung nicht vorgesehen

Finanzierung: Wird organisiert, vermutlich durch die DIVI-Sektion Neuromedizin


Teilnahmevoraussetzungen:

Neurologische, neurochirurgische oder interdisziplinär neurologisch/neurochirurgische Intensivstationen sind Adressaten der Umfrage. Die Stationsleitungen werden per E-Mail kontaktiert und werden um Ihre Unterstützung des Projekts gebeten. Vorherige Aktivität ist nicht erforderlich.

 

Kontakt:

Dr. Julian Bösel
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