| SETPOINT 2 (Stroke-related Early Tracheostomy vs. Prolonged Orotracheal Intubation in Neurocritical care Trial) 2 |
Frühtracheotomie bei zerebrovaskulären NeuroIntensivpatienten
Koordinator: Dr. Julian Bösel (Universitätsklinikum Heidelberg) Bisher teilnehmende Zentren: Heidelberg (PI Bösel), Freiburg (PI Niesen) Stand der Studie: Abschluss der Rekrutierung (60 Patienten) der Pilotstudie SETPOINT, Studienende vs. Herbst 2011, Planung der Multicenter-Folgestudie auf Basis der Pilotstudie – weitere Teilnehmer willkommen Wichtiges Planungstreffen: ANIM, Berlin, 19.1.2012 von 14.30-16.00 Uhr Hintergrund:Langzeitbeatmete Intensivpatienten, die nicht erfolgreich zu extubieren sind, werden meist nach spätestens 14 Tagen tracheotomiert, um Langzeitschäden durch den Orotrachealtubus wie Trachea- oder Larynx-Läsionen und Sinusitiden zu vermeiden, Totraumbeatmung zu reduzieren, Mundpflege zu ermöglichen usw. Der optimale Zeitpunkt für eine Tracheotomie ist unklar. Es gibt Hinweise aus zahlreichen Studien an primär nicht-neurologischen Intensivpatienten, die zeigen, dass eine frühe Tracheotomie verglichen mit einer späteren die Mortalität senken, die Beatmungsdauer und Intensivstationsaufenthaltsdauer reduzieren, Pneumonien und andere Komplikationen verhindern, Sedierungsmedikamente einsparen und Mobilität sowie Komfort des Patienten erhöhen kann. Für neurologische Intensivpatienten, die meist eher Probleme mit der Atemwegssicherung als der Atmung selbst haben, fehlte bisher eine prospektive Studie, als Subgruppe in Studien an anderen Intensivpopulationen scheinen sie aber besonders von der frühen Tracheotomie zu profitieren. Die erste prospektiv randomisierte Pilotstudie zur frühen Tracheotomie bei zerebrovaskulären Intensivpatienten (SETPOINT) wurde bzgl. ihrer Rekrutierung abgeschlossen und befindet sich derzeit in der Sammlungsphase der ausstehenden Endpunkte.
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Leiter der Gesamtstudie:Julian Bösel (Heidelberg) |
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Stellvertretender Leiter der Gesamtstudie:Wolf-Dirk Niesen (Freiburg) |
- Zentrum Heidelberg: Studienleiter Julian Bösel
- Zentrum Freiburg: Studienleiter Wolf-Dirk Niesen
Finanzierung: Keine
Teilnahmevoraussetzungen:
- Intensivstation mit Patienten zerebrovaskulärer Erkrankungen
- Möglichkeit der zeitnahen Eilbetreuungseinrichtung
- Möglichkeit der zeitnahen Tracheotomie (dilatativ oder plastisch)
Kontakt:
Dr. Julian Bösel
mail:
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Literatur:
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| Griffths, 2005 | Huttner, 2006 | Rabinstein, 2004 | Scales, 2008 | Szeder, 2010 |

