Nationale multizentrische retrospektive Analyse zu OAK-induzierter ICB

Dr. med. Hagen Huttner Dr. J. B. Kuramatsu

Koordinator: Prof. Dr. Hagen B. Huttner (Universitätsklinikum Erlangen)
Stellv. Koordinator:
Dr. Joji Kuramatsu (Universitätsklinikum Erlangen)

Stand der Studie: RETRACE I: Publikation in JAMA, 2015; RETRACE II: Erhebung abgeschlossen, Datenauswertung

 

 


Hintergrund

Weiterhin existiert keine evidenzbasierte Therapie, die das Outcome nach einer intrazerebralen Blutung (ICB) effektiv beeinflusst. Dies gilt insbesondere für ICBs unter einer oralen Antikoagulation, bei direkten oralen Antikoagulanzien (DOAC), für marcumarisierte Herzklappen-Patienten sowie bei infratentoriellen Blutungen und bei ausgeprägtem Ventrikeleinbruch. Europäische und internationale Behandlungsempfehlungen können für diese speziellen Patienten nur kleine retrospektive häufig monozentrische Daten heranziehen und münden schließlich in Richtlinien mit schwacher Empfehlungsstärke und niedriger Evidenz. In den letzten Jahren konnten zumindest für mit Vitamin-K-Antagonisten assoziierte ICBs große multizentrische Arbeiten deutliche Assoziationen für eine vorteilhafte Behandlung während der Akutphase als auch der Langzeittherapie aufzeigen. Eine dieser Arbeiten (RETRACE I) war eine deutsche multizentrische Studie an knapp 1200 Patienten, die einen Zeitraum von 5 Jahren (2006-2010) untersucht hat. Entsprechend sollen in der neu-aufgelegten Folgestudie (2011-2015) nun über einen 10-Jahres-Zeitraum an über 2500 Patienten spezifische Fragestellungen untersucht werden.

Fragestellung

Methode

Die vorangegangene deutschlandweite multizentrische retrospektive Studie mit 19 partizipierenden Zentren wurde neu aufgelegt. Der Erhebungszeitraum wurde nun insgesamt auf 10 Jahre ausgedehnt und es konnten weitere Zentren rekrutiert werden. Patientendaten wurden durch Einsicht in Patientenakten, Laborsysteme und neuroradiologische Befunde erhoben. Die gepoolten Daten wurden u.a. einer Analyse zugeführt, um die Form und Dauer der durchgeführten Therapie bei einer größeren Patientenzahl zu erfassen (Beobachtungsstudie) und mit dem klinischen Outcome der Patienten zu korrelieren. Es erfolgen Metaanalysen mit weiteren internationalen Kooperationspartnern, um o.g. Fragestellung präziser und evidenter zu adressieren.

Teilnehmende Zentren (RETRACE II, Zeitraum 2011-2015)

  1. Universitätsklinikum Erlangen-Nürnberg
  2. Asklepios Klinik Altona, Hamburg
  3. Helios Klinikum Berlin-Buch
  4. Universitätsklinikum Dresden
  5. Universitätsklinikum Jena
  6. Klinikum der Stadt Ludwigshafen
  7. Klinikum Nürnberg
  8. Katharinenhospital Stuttgart
  9. Johannes-Wesling-Klinikum Minden
  10. HSK (Dr. Horst Schmidt Kliniken GmbH), Wiesbaden
  11. Klinikum Dortmund gGmbH
  12. Katholisches Klinikum Marienhof/St. Josef gGmbH, Koblenz
  13. Universitätsklinikum Leipzig
  14. Charité Berlin
  15. Universitätsklinikum Würzburg
  16. Universitätsklinikum Köln
  17. Universitätsklinikum Münster
  18. Universitätsklinikum Ulm
  19. Universitätsklinikum Heidelberg

Weitere Kooperationspartner

  1. Division of Brain Sciences, Department of Stroke Medicine, Imperial College, London, UK
  2. Center for Neuroepidemiology and Clinical Neurological Research, Yale School of Medicine, New Haven, US
  3. Mass General Institute for Brain Health, Havard School of Medicine, Boston, US

Finanzierung

Keine

Publikation

Kontakt

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