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1. Minimales Bewusstsein mittels EEG am Krankenbett besser erkennen

Das EEG kann als „alltagstauglicher“ Bedside-Test eingesetzt werden, um zu testen, ob Patienten im vegetativen Zustand nicht doch zu bewussten Interaktionen mit der Umwelt fähig sind. Dies ergab eine in „The Lancet“ veröffentlichte Untersuchung an 16 Patienten, die die Kriterien eines vegetativen Zustands nach der CRS-R (Coma Recovery Scale-Revised) erfüllten. Diese Patienten wurden aufgefordert, sich eine Bewegung ihrer rechten Hand beziehungsweise ihrer Zehen vorzustellen, während parallel ein EEG aufgezeichnet wurde. Drei der 16 Patienten (19%) zeigten wiederholt und verlässlich spezifische, zu den motorischen Vorstellungen passende EEG-Ableitungen. Abstract lesen.

 



2. Neurologischer Aufwachtest erhöht Stresshormonlevel bei SHT-Patienten

Der neurologische Aufwachtest löst einen deutlichen Plasma-Anstieg der Stresshormone ACTH, Adrenalin und Cortisol aus. Das haben Karin Skoglund und Kollegen aus Uppsala, Schweden, an 24 Patienten mit Schädel-Hirn-Trauma (GCS ≤8) vor und nach der Durchführung von neurologischen Aufwachtests untersucht und in „ Critical Care Medicine“ veröffentlicht. Abstract lesen.

 



3. Stammzell-Therapie bei sekundär progressiver MS sicher

Zehn Patienten mit sekundär-progressiver Multipler Sklerose bekamen autologe mesenchymale Stammzellen aus Knochenmark infundiert. Bis zu zehn Monate nach der Infusion traten keine ernsthaften Nebenwirkungen auf. Dies berichten Peter Connick und Kollegen aus London und Edingburgh in „The Lancet Neurology“. Zudem konnten u.a. Verbesserungen der Sehschärfe und der Latenz von VEPs (visuell evozierte Potentiale) beobachtet werden (sekundärer Endpunkt). Abstract lesen.



4. Kranioplastik: Frühe Reimplantation für einige Patienten vorteilhaft

Eine ultrafrühe Kranioplastik innerhalb von sechs Wochen nach einer dekompressiven Kraniektomie erzielt langfristig ein besseres Outcome als die spätere Kranioplastik. Dies ergab die Datenanalyse und spätere telefonische Befragung von 242 aufgrund verschiedener Grunderkrankungen neurochirurgisch versorgter Patienten durch E. Archavlis und M.C. Nievas, Offenbach und Frankfurt. Dabei hatten 90% der Patienten eine Reimplantation des kryopreservierten Eigenknochens erhalten. Abstract lesen.

 

Zusammengestellt in Zusammenarbeit mit PD Dr. Hagen Huttner, Neurologie Universitätsklinikum Erlangen und
PD Dr. Oliver Sakowitz, Neurochirurgie Universitätsklinikum Heidelberg.